„Washington Post“: Trump wollte Illegale gezielt in Demokraten-Städten unterbringen

16. April 2019
„Washington Post“: Trump wollte Illegale gezielt in Demokraten-Städten unterbringen
International
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Washington. Wie jetzt durchsickerte, gab es im Weißen Haus Pläne, illegale Migranten gezielt in von den US-Demokraten regierten Städten unterzubringen. Das berichtete jetzt die „Washington Post“. Damit sollte den politischen Gegnern von US-Präsident Trump geschadet werden.

Dem Bericht zufolge brachte das Weiße Haus die Idee erstmals im November ins Gespräch. Sie sollte offenbar auf die sogenannten Sanctuary Cities („Zufluchtsstädte“) abzielen, die illegale Einwanderer nicht an die Bundesbehörden ausliefern, und werden meist von Demokraten regiert.

Laut „Washington Post“ sollten Einwanderer aus Mittelamerika nach ihrer Flucht in „kleine und mittlere Zufluchtsstädte“ gebracht werden. Das Weiße Haus habe der Einwanderungsbehörde ICE mitgeteilt, daß damit sowohl der Platzmangel in Arresteinrichtungen bekämpft als auch ein Zeichen an die Demokraten gesandt werden solle. Ein ranghoher ICE-Mitarbeiter soll den Plan allerdings wegen zahlreicher Bedenken abgelehnt haben und verwies auch auf „PR-Risiken“. Als der Vorschlag einige Monate später erneuert worden sei, habe die Behörde ihn als „unangebracht“ zurückgewiesen.

Der „Washington Post“ zufolge gibt es inzwischen eine Stellungnahme des Weißen Hauses, wonach der Plan nicht länger verfolgt wird. (mü)

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