C-Waffen-Lüge ohne Ende: Syrische Regierung kritisiert Duma-Bericht der OPCW

8. März 2019
C-Waffen-Lüge ohne Ende: Syrische Regierung kritisiert Duma-Bericht der OPCW
International
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Damaskus. Das syrische Außenministerium hat den kürzlich von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) vorgestellten Abschlußbericht zu dem Vorfall im syrischen Duma am 7. April 2018 kritisiert. Dort war es damals zu einem Vorfall gekommen, über den westliche Medien unverzüglich unisono als Giftgasangriff berichteten. Westliche Staaten machten daraufhin die syrische Regierung dafür verantwortlich. Als Beweis zeigte die Organisation „Weißhelme“ Aufnahmen, die angeblich Bewohner zeigen, darunter auch Kinder, die von Ärzten nach der Giftgas-Attacke versorgt werden. Auch der OPCW-Bericht kommt nun zu dem Ergebnis, daß bei dem vermeintlichen Angriff eine „toxische chemische Substanz (…) offenbar Chlor“ eingesetzt worden sei.

Das syrische Außenministerium kritisierte nun, daß der Bericht Fakten fälsche, nicht professionell sei und von voreingenommen Experten erarbeitet wurde, die das Vorhandensein von chemischen Waffen auf Seiten der Terroristen ignorierten. „Dieser Bericht unterscheidet sich nicht von den früheren Berichten der Mission, die mit verfälschten Fakten gespickt sind“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.

Diesmal hätten die Verfasser des Berichts „die Hinweise der Augenzeugen ignoriert, die die Behauptungen über den angeblichen C-Waffen-Einsatz in Duma als Inszenierung von Terrorgruppierungen dargestellt haben“. Die OPCW-Mission habe sich vielmehr auf die Aussagen von „Pseudo-Augenzeugen“ gestützt, die außerhalb Syriens verhört wurden. Dies diene wiederum den Plänen einer Reihe von westlichen Staaten. Darüber hinaus nannte das Ministerium den Vorfall in Duma „vollständig verfälscht“ und rief die OPCW-Teilnehmerstaaten auf, auf die Arbeit mit diesem Bericht zu verzichten.

Die USA, Großbritannien und Frankreich nahmen den angeblichen Giftgasangriff von Duma seinerzeit zum Anlaß, eine Woche später Luftschläge gegen syrische Militärziele durchzuführen.

Ignoriert worden war damals – natürlich – auch, daß der russische Generalstab bereits knapp einen Monat vor dem behaupteten Angriff von Duma, am 13. März, vor inszenierten Provokationen unter Einsatz von Chemiewaffen gewarnt hatte. Später erzählte der elfjährige Junge Hassan Diab gegenüber RIA Novosti über den Film der „Weißhelme“. Er hatte nach eigenen Worten zusammen mit seinem Vater an der Inszenierung teilgenommen. (mü)

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