Französischer Grünen-Funktionär: Europäer sollen auf Nachwuchs verzichten und lieber Migranten aufnehmen

15. Januar 2019
Französischer Grünen-Funktionär: Europäer sollen auf Nachwuchs verzichten und lieber Migranten aufnehmen
Kultur & Gesellschaft
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Yves Cochet ist in der bundesdeutschen Öffentlichkeit weithin unbekannt. In Frankreich ist der promovierte Mathematiker und Grünen-Politiker dagegen kein unbeschriebenes Blatt. Nach 2001 war er kurzzeitig französischer Umweltminister unter dem linken Premierminister Jospin, 2011 rutschte er als Nachrücker ins Europaparlament, gab sein Mandat aber bereits 2014 wieder auf, um Vorsitzender des Institut Momentum zu werden, einer linken Denkfabrik, die sich vor allem der Wachstumskritik und der Abwicklung der Industriegesellschaft verschrieben hat.

In dieser Eigenschaft meldete sich Cochet jetzt im linken Wochenmagazin „L´Obs“ mit einem programmatischen Beitrag zu Wort, in dem er die Europäer rundweg auffordert, weniger Kinder in die Welt zu setzen, „um die ökologischen Kosten“ zu reduzieren, vor allem aber: „um mehr Einwanderer aufnehmen zu können“. Wörtlich: „Im übrigen: Die Beschränkung der Geburten würde es uns erlauben, mehr Migranten aufzunehmen, die an unsere Tür klopfen, und sie besser aufzunehmen.“

Cochet zufolge haben die „reichen Länder“ die Pflicht, „als erste demographisch abzunehmen“. Grund sei der Lebensstil in den westlichen Ländern, der am meisten die Umwelt verschmutzt und Ressourcen verbrauche.

Der Verzicht auf europäische Kinder genügt dem grünen Ideologen aber nicht. Darüber hinaus fordert er in seinem Beitrag auch einen großflächigen Mentalitätswandel und einschlägige Unterstützung durch Medien und Politik. So müsse auch jede Ermunterung, Kinder zu zeugen, abgeschafft werden. Die Politik müsse „auf den Kopf gestellt“ werden. Das eingesparte Geld solle Familien mit weniger Kindern zugute kommen. Ab dem dritten Kind solle es gar keine Förderung mehr geben. Der Staat müsse signalisieren, daß verantwortungslos gegenüber der Umwelt handle, wer mehr als zwei Kinder zeugt; doch diese Forderung gilt nur für Europäer – gegen die massenhafte Aufnahme von Migranten hat Cochet dagegen nichts.

Sein Institut Momentum versteht sich als Teil der sogenannten „wachstumskritischen Bewegung“, die ihre Wurzeln auf den Club of Rome zurückführt. Zu Cochets Steckenpferden gehört neben der Forderung nach Legalisierung der Euthanasie auch die bedingungslose Grundsicherung; infolge der von ihnen propagierten Ökologisierung und Robotisierung erwarten selbst die Befürworter der Abwicklung der Industriegesellschaft Millionen von Arbeitslosen, die versorgt werden müssen. (mü)

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11 Comments

  1. Schauerte schreibt:

    Ideales Vorbild für unsere rot-grüne Chaotentruppe

  2. Elle Gadier schreibt:

    Meine Fragen lautet: Wer zahlt Steuern, wenn noch mehr Europäer auf eigenen Nachwuchs verzichten, um bildungsfernen und arbeitsscheuen Migranten ein Leben im Wohlstand zu ermöglichen. Grüne greifen Tbemen auf, die eine bloße Effekthascherei sind, sie sind aber nicht in der Lage, die Folgen ihrer Forderungen bis zum Ende durchzudenken.

  3. cui bono? schreibt:

    Am besten er verzichtet selbst auf eigene Kinder und nimmt paar von den importierten in eigener Wohnung auf (diese ist bestimmt groß genug und „sooo leer“ wie sein Kopf).

  4. Mike Hunter schreibt:

    Na Gott sei Dank, kommt der Grüne Mathematiker, der wohl auf Kosten des französischen Steuerzahlers studieren und promovieren konnte, zu spät. Denn die Franzosen, wie auch die jüngere Generation der Deutschen strengen sich an wieder in Richtung 3 – 4 Kinder je Familie zu kommen. Wir wollen nur die Migranten, die unser Land wirklich bereichern, ihm etwas bringen. Das geht nach unseren Regeln und Gesetzen und nicht nach dem Wunsch eines Emporkömmlings, der sich nun mit seinen wirren Sprüchen einen goldenen Hintern auf Kosten der europäischen Steuerzahler in Brüssel verdient. Wobei, verdient leider nicht den Nagel auf den Kopf trifft.

  5. mex schreibt:

    Das ist fake um die AfD zu kompromittieren

  6. Manni schreibt:

    Promovierter Mathematiker? Ein guter Beweis dafür, daß universitäre Bildung 1. nicht zwangsläufig gebildeter im Sinne von schlauer macht und 2. selbst wenn jemand in einem gewissen Feld einen Titel erworben hat, er nicht automatisch besser ist als andere.
    Das sollten sich mal alle Titelwahnsinnigen hinter die Ohren schreiben!

  7. Vitaliy Lishchuk schreibt:

    Aber selber würde keiner von denen ein Migranten aufnehmen und auf eigene Kinder verzichten ‍♂️

  8. Helmut Krüger schreibt:

    Typisch grün. Denen haben sie doch ins Gehirn gesch….

  9. Hilla Schmick-Müller schreibt:

    Das ist krankes Gedankengut!

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