OECD-Studie: Zuwanderung drückt die Durchschnittsqualifikation nach unten

12. Dezember 2018
OECD-Studie: Zuwanderung drückt die Durchschnittsqualifikation nach unten
Wirtschaft
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Berlin. Einer OECD-Studie zufolge gibt es in den Industrieländern Fortschritte bei der Integration von Ausländern. Doch Deutschland schneidet dabei schlecht ab. Obwohl der Arbeitsmarkt in Deutschland boomt, steigt die Beschäftigungsquote von Ausländern kaum. Ein Grund dafür könnte der geringere Bildungsstand sein, fast jeder siebte Zuwanderer hat nur eine Grundschule oder noch nicht einmal diese besucht. Unter der deutschen Bevölkerung sind es nur zwei Prozent, die derart schlecht abschneiden.

Der Anteil von Akademikern bei den Zuwanderern ist dafür ebenfalls besonders gering, sind es in Kanada 60 Prozent und im OECD-Schnitt 37 Prozent, sind es in Deutschland nur 23 Prozent. Unter der deutschen Bevölkerung liegt er bei 28 Prozent.

In der Gesamtheit drückt die Zuwanderung damit in Deutschland die Durchschnittsqualifikation nach unten. Dafür liegt der Anteil der in Deutschland Geborenen, die sich ihrem Land zugehörig fühlen, besonders niedrig. Nur Großbritannien erreicht einen schlechteren Wert. Hier liegt der Prozentsatz bei Ausländern noch höher, nur Österreich erreicht einen höheren Wert. Selbst in der Vergleichsgruppe mit anderen OECD-Staaten, die wie Deutschland auch besonders niedrigqualifizierte Ausländer anziehen, schneidet Deutschland nicht besonders gut ab. (tw)

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Ein Kommentar

  1. Sack schreibt:

    Was für ein Überraschung! Wenn Geld für solche Studien ausgegeben wird, muß man noch froh sein, wenn es nachts weiterhin dunkel ist.
    Selbst Claudia R. hat das im Sommer 2015 schon geahnt, daß 95% davon nicht zu gebrauchen sind. Warum holt man diese Goldstücke dann massenweise in’s Land?

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