„Flüchtlings“-Marsch auf die US-Grenze: Migranten-Karawane in Chiapas gestoppt

29. Oktober 2018
„Flüchtlings“-Marsch auf die US-Grenze: Migranten-Karawane in Chiapas gestoppt
International
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Mexico City. Die mehrere Tausend Menschen umfassende Migranten-Karawane, die sich seit einigen Wochen von Süden her auf die mexikanisch-amerikanische Grenze zubewegt, ist fürs erste gestoppt worden. Beamte der mexikanischen Polizei stoppten die Zug jetzt, indem sie die Landstraße zwischen den Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca im Süden des Landes blockierte, berichteten Medien. Ziel sei es, den Migranten ein Hilfsangebot der Regierung genauer zu erklären, sagte ein Polizeisprecher.

Zuvor hatte die mexikanische Regierung den Migranten aus Mittelamerika Unterstützung angeboten. „Wir wollen, daß du und alle Migranten sich sicher und geschützt fühlen“, sagte Präsident Enrique Pena (Peña) Nieto am Freitag in einem an die Migranten gerichteten Video. Die Mittelamerikaner sollen Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten, ihre Kinder zur Schule schicken und arbeiten dürfen. Zunächst lehnten die Migranten das Angebot allerdings ab.

Voraussetzung für das Angebot der mexikanischen Regierung ist, daß die Migranten in den südlichen Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca bleiben und einen Antrag auf legale Einreise oder einen Asylantrag stellen. „Wir wissen, daß du eine Chance suchst, daß du ein neues Zuhause aufbauen und eine bessere Zukunft für deine Familie und deine Lieben willst. Heute reicht dir Mexiko die Hand“, sagte Präsident Nieto. Er rief die Mitglieder der sogenannten Migranten-Karawane auf, sich zu registrieren und um einen Aufenthaltstitel zu bemühen. „Dieses Programm richtet sich nur an jene, die sich an die mexikanischen Gesetze halten“, sagte der Präsident.

Bisher wurden allerdings nur etwa 1700 Anträge gestellt. Das Gros der Migranten will nach wie vor in die USA. US-Präsident Trump hat allerdings mehrmals betont, daß sie keine Chance auf eine Einreise in die USA hätten. Notfalls solle das Militär sie an der Grenze stoppen. US-Verteidigungsminister Mattis bewilligte am Freitag Unterstützung für den Grenzschutz. (mü)

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Ein Kommentar

  1. werner ruzicka schreibt:

    Woher habt ihr diese völlig falsche Mitteilung? Diese illegalen Invasoren aus Mittelamerika wollen sich gar nicht registrieren lassen. Sie wollen an die Grenze zu den USA und dann illegal dort einreisen. Was in Wahrheit passiert: Die mexikanischen Behörden haben keinen dieser Eindringlinge regisitriert, da diese gewaltsam eingedrungen sind. So weiss man nicht, wieviele im Land sind und wo sie sind.
    Um den Behörden zu entgehen, haben viele schon die Caravane verlassen und sind untergetaucht.Jetzt sind sie in kleinen Gruppen unterwegs, wodurch sie schneller vorwärtskommen. Ich sehe sie jeden Tag an den Strassen stehen und Geld und eine Mitfahrgelegenheit recht agressiev fordern. Die meisten Mexikaner haben genug von ihnen, da sie die Dörfer versauen und auf den Landstrassen ihren Kot hinterlassen.Dass die Regierung ihnen Arbeitserlaubnisse und Zugang zum Gesundheitswesen gratis anbietet, stösst bei den meisten Mexikanern auf heftige Kritik. Das Land hat nicht einmal für seine eigennen Leute genug Arbeit. Da sieht man wieder, wie die Politikerkaste gegen die Interessen der Bevölkerung handelt, nur damit sie dann international „gut“ dasteht.

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