Schlechte Karten für die Linken: Rechtspopulistischer Präsidentenkandidat liegt in Brasilien deutlich vorne

8. Oktober 2018
Schlechte Karten für die Linken: Rechtspopulistischer Präsidentenkandidat liegt in Brasilien deutlich vorne
International
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Brasilia. Der rechtspopulistische Durchmarsch macht auch vor Südamerika nicht halt. Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien konnte sich jetzt der rechtskonservative Jair Bolsonaro klar mit rund 46 Prozent als Favorit durchsetzen. Er muß nun in einem zweiten Wahlgang den Zweitplazierten, Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei PT aus dem Feld schlagen, der mit rund 29 Prozent der Stimmen weit abgeschlagen ist.

Bolsonaro hat bei den linksliberalen Medien den Ruf, „homophob“, rassistisch und frauenfeindlich zu sein. Das ist in den Augen der brasilianischen Wähler aber offenbar weit weniger schlimm als das weitverzweigte Filz- und Korruptionssystem, das die vormaligen Präsidenten Lula da Silva und Dilma Rousseff, ebenfalls PT, dem Land hinterlassen haben. Die schallende Ohrfeige für PT-Kandidat Haddad ist das Ergebnis.

Vor diesem liegt nun eine Herkulesaufgabe, die nach Einschätzung von Beobachtern kaum mehr zu stemmen ist. Der ehemalige Bürgermeister von Sao Paolo muß sich in Rekordzeit jetzt auch in den anderen Landesteilen bekannt machen und akzeptiert werden. Ansonsten hat auch Brasilien eine rechtspopulistische Regierung vor sich.

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Ein Kommentar

  1. Fernglas schreibt:

    Ich höre schon die Antifa: „Faschisten, Faschisten, buähäähhhheul…“

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