„Aquarius“ nimmt wieder „Flüchtlinge“ auf: Italienische Regierung ergreift administrative Maßnahmen

24. September 2018
„Aquarius“ nimmt wieder „Flüchtlinge“ auf: Italienische Regierung ergreift administrative Maßnahmen
International
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Rom. Das Flüchtlings-Schlepperschiff „Aquarius 2“ hat vor Libyen wieder Migranten aufgenommen. 47 Menschen wurden aufgenommen, twitterte die Schlepperorganisation „SOS Mediterranee“. Darunter seien 17 Minderjährige und eine Schwangere. Bereits letzte Woche hatte das Rettungsschiff wieder elf Migranten aufgenommen.

Italiens Lega-Innenminister Matteo Salvini erklärte, diejenigen anzeigen zu wollen, die illegale Einwanderung begünstigten. Er warf der NGO vor, nicht mit der libyschen Küstenwache kooperiert zu haben. „Für diese Herren (der NGO) bleiben die italienischen Häfen geschlossen“, so Salvini. Er will, daß die libyschen Behörden die Rettungseinsätze übernehmen und die Migranten wieder zurück nach Nordafrika bringen.

Salvini sagte, es seien weitere Boote mit etwa 100 Flüchtlingen an Bord von Schleppern aufs Meer geschickt worden.

Für die „Aquarius“ könnte allerdings nun bald das Ende ihrer umstrittenen Aktivitäten erreicht sein. Es gibt Probleme mit der Registrierung des Schiffes. Die Schiffahrtsbehörde Panamas kündigte an, der „Aquarius“ die Registrierung zu entziehen. Das Schiff habe internationale rechtliche Vorgänge im Bezug auf Flüchtlinge außer Acht gelassen. Die Hauptbeschwerde stamme von den italienischen Behörden, die gemeldet hätten, daß der Kapitän des Schiffes sich geweigert habe, die Migranten an ihren Herkunftsort zurückzuführen. (mü)

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