Der IS schlägt zurück: Anschlag auf Militärparade im Iran – 24 Tote

23. September 2018
Der IS schlägt zurück: Anschlag auf Militärparade im Iran – 24 Tote
International
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Ahvaz. Seitdem sich der Iran mit eigenen Truppenkontingenten an der Bekämpfung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien beteiligt, befindet sich auch Teheran im Visier des IS. Jetzt ereignete sich in der iranischen Stadt Ahvaz ein Anschlag auf eine Militärparade, bei dem nach offiziellen Angaben 24 Menschen getötet worden. Eine IS-nahe Terrorgruppe aus Saudi-Arabien bekannte sich zu der Tat.

Von einem Park aus schossen die Täter auf eine Gruppe von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden, wie die Nachrichtenagentur Tasnim mitteilte. Der Anschlag ist der schwerste dieser Art im Iran in den vergangenen Jahren. Zuletzt hatten 2017 IS-Anhänger in der Hauptstadt Teheran das iParlament und das Mausoleum des Revolutionsführers Ruhollah Khomeini angegriffen. Damals kamen 18 Menschen ums Leben.

Nach Angaben der staatlichen Agentur IRNA sind nicht nur Soldaten unter den Opfern, sondern auch Zivilisten, unter ihnen Kinder. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

Bei den Tätern handelt es sich nach Angaben der Revolutionsgarden um vier Mitglieder einer sunnitischen Separatistengruppe namens „Al-Ahvazieh“. Die Gruppe hat mittlerweile die Verantwortung für den Angriff übernommen. Laut Teheran wird die Gruppe von Saudi-Arabien unterstützt. Ihre Mitglieder sollen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sein. Wenige Stunden nach der Tat bekannte sich dann der IS über sein Sprachrohr Amaq zu dem Anschlag. (mü)

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2 Comments

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  2. Bernd Sydow schreibt:

    Ohne die militärische und logistische Unterstützung Saudi-Arabiens wäre die Terrormiliz „Islamischer Staat“ kaum mehr in der Lage „zurückzuschlagen“. Davon hört man in Regierungspolitik und Staatsmedien hierzulande so gut wie nichts.

    Die Feindschaft des radikal-sunnitischen Saudi-Arabien bzw. IS zum schiitischen Iran ist allerdings weniger politisch als vielmehr religiös motiviert. Das ähnelt dem einstigen feindlichen Verhältnis von Katholiken und Protestanten zueinander in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Während das Christentum sich aber weiterentwickelt und der Aufklärung nicht verschlossen hat, scheint der Islam erstarrt und in der mittelalterlichen Epoche stehengeblieben zu sein. Wie real diese Feststellung ist, sieht man bspw. an den saudi-arabischen Strafgesetzen. Die Verletzung grundlegender Menschenrechte und die gravierende Diskriminierung der Frauen sind in diesem ölreichen Wüstenstaat an der Tagesordnung – und unsere politische und mediale Klasse schweigt!

    Wenn man also über die Terrormiliz „IS“ spricht, sollte man das menschen- und frauenfeindliche Saudi-Arabien nicht aussparen!

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