Einkreisung als geostrategisches Prinzip: NATO-Manöver zum vierten Mal in Georgien

3. August 2018
Einkreisung als geostrategisches Prinzip: NATO-Manöver zum vierten Mal in Georgien
International
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Tiflis. Die NATO setzt weiter auf Einkreisung: in Georgien haben jetzt die multinationalen NATO-Militärübungen „Noble Partner 2018“ begonnen. Mehr als 3000 Militärangehörige aus 13 NATO-Ländern und Partnerländern der Allianz beteiligen sich daran, wie das georgische Verteidigungsministerium mitteilte.

Wörtlich heißt es in einer offiziellen Erklärung aus dem Ministerium: „Das Ziel der Übungen ist es, die Fähigkeiten der Stabilität, der Verteidigung und des Angriffs zu verbessern und die Bereitschaft und die Kompatibilität der Streitkräfte Georgiens, der USA und der Partnerländer zu verstärken. Darüber hinaus sind die Manöver darauf gerichtet, eine sichere Umgebung und Stabilität in der Schwarzmeerregion zu gewährleisten.“

Bei den Militärübungen sollen US-amerikanische und auch deutsche gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt werden. US-Schiffe haben bereits Soldaten und militärische Ausrüstung der US-Streitkräfte aus der rumänischen Hafenstadt Konstanza in den georgischen Hafen Poti verlegt.

Die Übungen „Noble Partner“ finden bereits zum vierten Mal in Georgien statt. Georgien wurde nach dem Ende der UdSSR im Zuge einer „Farb-Revolution“ auf strikten US-Kurs gebracht und die georgischen Streitkräfte von US-Ausbildern auf westlichen Standard gebracht. (mü)

 

Bildquelle: Flickr/U.S. Army Photo by Lacey Justinger, 7th Army Training Command/CC BY 2.0

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2 Comments

  1. Bürgerfreund schreibt:

    Stellt Euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin! Anders ist diesem NATO Irrsinn nicht mehr beizukommen!

  2. Eidgenosse schreibt:

    Wie lange sich das Putin noch gefallen lässt, hatte ich unlängst nachgedacht/gefragt. Georgien ist offiziell nicht NATO-Mitglied aber längst ein fünfte Kolonne davon. Also geht die NATO- Provokation gegen Russland weiter. Putin hatte wahrscheinlich einen Fehler gemacht als er nach der Befreiung Abchasiens und Südossetiens nicht gleich nach Tiflis marschieren liess. Das Druckmittel, das Putin nun hat nach dem gewonnenen Syrien-Krieg ist Israel. Putin weigert sich elegant Stellung gegen Iranische oder Hisbolla Truppen zu beziehen. Eines ist auch klar: Falls Israel gegen Teheran losschlägt, stehen bereits Iranische Verbände an der Grenze Israels. Vielleicht zügelt das die arrogante Politik Netanjahus etwas.

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