Dänemark verschärft Asylpolitik weiter: Aufnahmezentren in „nicht sonderlich attraktiven“ Lagern geplant

6. Juni 2018
Dänemark verschärft Asylpolitik weiter: Aufnahmezentren in „nicht sonderlich attraktiven“ Lagern geplant
International
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Kopenhagen. Künftig sollen abgewiesene Asylbewerber aus Dänemark in einem Lager außerhalb des Landes untergebracht werden. Wie „Focus Online“ mit Berufung auf den Sender Danmarks Radio berichtet, soll sich dieses an einem „nicht sonderlich attraktiven“ Ort in Europa befinden. Laut Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen würden die Pläne – in enger Abstimmung mit Österreich – für solch ein Zentrum bereits mit den betroffenen Ländern diskutiert werden und seien schon „relativ weit“. Er argumentiert, daß es einen großen Unterschied mache, ob solch ein Lager in den attraktiven Asylländern oder anderswo läge.

Weiter fordert der dänische Regierungschef, daß die Asylanträge außerhalb der EU gestellt werden und erst nach der Bewilligung die Einreise erlaubt werden sollte.

Derweil wurde der Bau eines Zauns gegen Wildschweine entlang der deutschen Grenze vom dänischen Parlament bewilligt. Damit soll eine Ausbreitung der vor allem in Osteuropa grassierenden Afrikanischen Schweinepest nach Dänemark verhindert werden. Der etwa 70 Kilometer lange und bis zu 1,5 Meter hohe Zaun soll ab Herbst gebaut werden.

Die Dänische Volkspartei merkte an, der Wildschweinzaun müsse ja nur um ein paar Zentimeter erhöht werden, damit er die Staatsgrenze auch vor illegalen Einwanderern schützte. (tw)

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