Kriminalitätsschwerpunkt ÖPNV: Zahl der Straftaten in Berliner Nahverkehr explodiert

2. Februar 2018
Kriminalitätsschwerpunkt ÖPNV: Zahl der Straftaten in Berliner Nahverkehr explodiert
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Die Lage in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Bundeshauptstadt wird immer unsicherer. Rund drei Millionen Fahrgäste nutzen täglich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). In den Bussen und Bahnen der BVG kam es laut der Berliner Polizei 2016 zu 39.651 Straftaten, was 3750 Fälle mehr als im Vorjahr sind. Mittlerweile kontrollieren Doppelstreifen von BVG und Polizei auf den Bahnhöfen, dazu kommen noch einmal 220 BVG-Sicherheitsmitarbeiter.

Besonderer Schwerpunkt: Die U-Bahn. Mittlerweile sind alle U-Bahnhöfe und Busse mit Überwachungskameras ausgerüstet, fast alle Trams ebenso. Dennoch kommt es immer wieder zu schweren Straftaten, wie etwa am vergangenen Samstag. In Hellersdorf am U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße griff ein Mann einen 49-jährigen BVG-Mitarbeiter an und fügte ihm schwere Kopf- und Augenverletzungen zu. Der Mann wäre fast auf einem Auge erblindet. Nach den Tätern solcher Straftaten wird oft erst nach Monaten mit Fotos gefahndet, und das obwohl 2016 die Polizei 6087mal bei der BVG Überwachungsvideos anforderte. Mittlerweile fühlen sich viele Berliner in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr sicher, ob mit Kamera oder ohne. (tw)

 

Bildquelle: Wikipedia/Busbahnhof/CC BY-SA 3.0

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Ein Kommentar

  1. Ich freue mich nicht über jede Veränderung... schreibt:

    Inzwischen ist es ein Risiko, mit ÖPV zu reisen. Ich wohne in einem „Gürtel“ um Stuttgart und hätte normalerweise eine gute Anbindung: Straßenbahn 300m / S-Bahn max. 2km (mit Busanbindung ca.500 m entfernt).
    Inzwischen meide ich aber die Landeshauptstadt und kaufe über Internet oder in kleineren Städten in anderer Richtung ein.
    Das Stadtbild ist inzwischen „exotischer“ und die Stadt im Vergleich zu Stand 80-90er Jahre schmutziger. Da macht auch ein „Stadtbummel“ kaum Spaß… und Kopftuch (neueste Schaufensterdeko) vom Bräuninger brauche ich auch nicht.
    Folge: Die Geschäfte vor Ort haben dann nicht nur extrem mit Diebstählen zu kämpfen, sondern auch mit verändertem Verhalten mindestens von einem Teil der früheren Kunden.
    Und wenn ich doch rein muss (Ärzte o. ä.) fahre ich inzwischen aus Sicherheitsgründen nur mit dem Auto, parke möglichst in der Nähe oder wenn sich TG nicht vermeiden lässt, schaue ich mich genau um…

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