„Gott, Ehre, Vaterland“ – Patriotische Demonstration in Warschau

14. November 2017
„Gott, Ehre, Vaterland“ – Patriotische Demonstration in Warschau
International
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Am Wochenende fand aus Anlaß des 99. Jahrestags der Unabhängigkeit Polens in Warschau eine Demonstration mit mehr als 60.000 Teilnehmern statt. Damit ist sie die größte Veranstaltung ihrer Art in Europa.

Die Demonstranten zogen durch die Innenstadt der polnischen Hauptstadt, entzündeten zahlreiche Bengalo-Feuer und skandierten Sprüche wie „Gott, Ehre, Vaterland“. Vor dem Fußballstadion fand anschließend eine große Abschlußkundgebung statt.

Bereits im Vorfeld berichteten westliche Medien tendenziös über den Aufmarsch von „Nationalisten“ und „Rechtsradikalen“, während im Nachgang vor allem die Reaktion der israelischen Regierung für Aufsehen sorgte. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums erklärte, es handle sich um einen „gefährlichen Aufmarsch von extremen und rassistischen Elementen“. Die polnische Administration konterte diese Aussage jedoch, die Demonstration zum Unabhängigkeitstag sei „ein Ausdruck patriotischer Werte“ gewesen.

Jedes Jahr am 11. November feiern die Polen ihre Unabhängigkeit. Zuvor war das Land fast 100 Jahre zwischen dem Deutschen Reich, Rußland und Österreich-Ungarn aufgeteilt gewesen, während das territorial verstümmelte sogenannte „Kongreßpolen“ lediglich als ein Marionettenstaat des Zarenreichs existent blieb. (hg)

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10 Comments

  1. ALI BABA schreibt:

    Polen wurde in drei Maechte aufgeteilt. Diese ganze Periode dauerte 123 Jahre. Im sogenannten Kongresspolen gab es verhaeltnismaessig „viel“ Freiheit, wenn“s z.B. um Industrie, Handel, Zusammenarbeit mit Russland auf anderen Gebieten geht. Es gab auch solche Polen, die in R. /auch in Sibirien/als Wissenschaftler. Naturforscher, Geologen u. andere ihren Sitz u. ihren neuen Arbeitsplatz gefunden haben.
    PS Nur ein Idiot kann behaupten, dieser Marsch sei ein gefaehrlicher Aufmarsch von extremen Elementen gewesen.

  2. Axel Heinzmann schreibt:

    Daß die Polen ihre Unabhängigkeit vor allem unseren Altvorderen zu danken hätten – auch wenn da wohl eine Kriegslist, genauso wie bei der Finanzierung Lenins und seiner Oktoberrevolution, im Hintergrund stand – sollte trotzdem nicht unterschlagen werden. Ebenso wie der überfällige Aufschrei gegen die immer lauter werdenden „nationalpolnischen“ Forderungen nach Reparationen fast in Billionenhöhe, wiewohl sich kein Land mehr mit deutschem Eigentum entschädigt hat wie eben Polen! Schade, daß nicht einmal die heutigen Vertriebenenfunktionäre das zu einem, ihrem Thema, machen!

    • Fritz Brandenburger schreibt:

      Mir ist wichtig, daß die alten gegenseitigen Vorurteile möglichst begraben bleiben. Da zählt keine Seite nur zu den „Guten“. Natürlich muß offensiv gegen die unsinnigen Forderungen der polnischen Nationalisten eingeschritten werden. Wer sich 1 Drittel unseres Landes, Bodenschätze, unbezahlbare Kulturgüter, Infrastruktur (Betriebe, Eisenbahnen, Straßen, Städte und Dörfer, persönliches Hab und Gut der Vertriebenen usw, usf.) ohne vertragliche Legitimation „besorgt“ hat sollte erstens etwas stiller sein und muß intensiv in die Schranken gewiesen werden. Frage nur wer soll unsere deutschen Interessen vertreten? Wir sind dabei auch die letzten nationalen Vorbehalte in allen Richtungen aufzugeben.

  3. Dennis I. schreibt:

    Leider muss man sagen, das große Teile des Deutschen Reiches heute in Polen besser aufgehoben sind als in den schmutzigen Klauen einer Angela Merkel. Ansonsten ist das heutige Polen eher ein künstliches Gebilde – vor allem in der derzeitigen Form. Lobenswert ist die Aufnahme vieler ukrainischer Flüchtlinge von etwa einer Millionen und das vehement Weigern gegen die Islamisierung. Das perfider EU ist ja gerade nicht, dass sie die Länder zwingen will sogenannte Flüchtlinge aufzunehmen, sondern ihre eigene Kultur und völkische Abstammung durch afrikanisch/asiatische Völker zu zersiedeln. Das erkennt man an den kriminellen Versuchen der EU um jeden Preis Afrikaner, Araber und Türken in Polen und Tschechien und Ungarn anzusiedeln. Zum Glück wehren diese Länder sich noch.

  4. Bernd Sydow schreibt:

    Die Wiederherstellung der polnischen Staatlichkeit basiert auf dem Versailler Vertrag von 1919. Das unterlegene Deutsche Kaiserreich war für allein schuldig am Ersten Weltkrieg erklärt worden, aufgrund dessen ihm neben horrenden Reparationszahlungen auch Abtretungen seines Territoriums auferlegt wurden. Im Osten waren es hauptsächlich Westpreußen und das Posener Land, die Teil des neugegründeten polnischen Staates wurden.

    Was im heutigen Geschichtsunterricht an deutschen Schulen aber weitgehend oder ganz unterschlagen wird, ist, daß schon in den 1920er Jahren eine Vertreibung der Deutschen durch den polnischen Staat stattfand, allerdings subtiler als nach Kriegsende 1945. Der dortigen deutschen Bevölkerung wurde das Leben dermaßen schwergemacht, daß der allergrößte Teil von ihr „freiwillig“ die angestammte Heimat verließ.

    Aber das ist Geschichte. Heute blicken deutsche Patrioten mit Bewunderung – und vielleicht auch mit Neid – auf das positive Geschichtsbewußtsein und den Nationalstolz des polnischen Volkes. Im heutigen (Merkel-)Deutschland ist das undenkbar! Nicht mal am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Wiedervereinigung, regt sich bei den der eigenen Nation entfremdeten und auf Politische Korrektheit konditionierten Micheldeutschen auch nur eine Spur von Nationalstolz, von der relativ kleinen Schar patriotisch denkender Deutscher natürlich abgesehen.

    Das begeisterte Vorzeigen und Schwenken unserer schwarz-rot-goldenen Nationalflagge in der Öffentlichkeit gilt hierzulande als ungehörig (oder gar schlimmer) – was sich „eindrucksvoll“ bestätigte, als Kanzlerin Merkel auf offener Bühne einem späteren CDU-Bundesminister, der als einziger der dort anwesenden eine kleine Fahne mit den deutschen Nationalfarben in seiner Hand hielt, ihm selbige mit zornigem Gesichtsausdruck entriß.

    • Berthold Sonnemann schreibt:

      Wie ein grenzenloser urbi-et-orbi-Papismus mit Nationalismus logisch zusammenkommen soll, bleibt mir ein Rätsel. Wie auch immer: Der Nationalstolz der Polinnen und Polen ist bewundernswert und vorbildlich.

      Deutsche mögen sich gold-rot-schwarze Aufnäher für Kleidung verschaffen und gemäß der mutmaßlichen Hambacher-Fest-Flagge das Gold oben anbringen. Vielleicht ergeben sich daraus interessante Gespräche.

      Der verausländerte „DFB“ hat die Farben soeben aus den WM-2018-Trikots getilgt.

    • Bernd Sydow schreibt:

      Richtigstellung:
      Natürlich wurden die Reparationszahlungen und territorialen Abtretungen nicht dem Deutschen Kaiserreich – zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Versailler Vertrags existierte es gar nicht mehr -, sondern dessen Rechtsnachfolger, der deutschen Weimarer Republik, auferlegt.

  5. vafti schreibt:

    Und noch eine Erklärung zum Wort „Vaterland“ :

    Das „Vaterland“ bedeutet historisch das Land des „Siegvaters“ oder
    genauer gesagt , des „Göttervaters“ !
    Und der Göttervater oder der Siegvater ist Odin, der Deutsche
    Nationalgott !
    Deswegen das Wort “ Vaterland“, also das Land des Vaters !
    ————-
    „Gott“ aber, bzw. genauer gesagt “ der Gott Jahwe oder Jehova“
    ist aber der Gott der Juden !
    ————
    Demzufolge kann das Wort und der Sinn „Vaterland“ nichts
    gemeinsam haben mit dem Wort „Gott“ !
    Weil „Gott“ in Wahrheit der Christen-,also jüdische Gott
    Jahwe ist.

  6. Preuße schreibt:

    „Richtigstellung:
    Natürlich wurden die Reparationszahlungen und territorialen Abtretungen nicht dem Deutschen Kaiserreich – zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Versailler Vertrags existierte es gar nicht mehr -, sondern dessen Rechtsnachfolger, der deutschen Weimarer Republik, auferlegt.“

    Die Weimarer Republik befand sich bestenfalls im Handelsrecht, und war weder der Rechtsnachfolger des Kaiserreiches, noch ein Staat.

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