Fall „Amri“: Islamistischer Weihnachtsmarkt-Attentäter wurde von V-Mann angestachelt

20. Oktober 2017
Fall „Amri“: Islamistischer Weihnachtsmarkt-Attentäter wurde von V-Mann angestachelt
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Anis Amri, der islamische Attentäter auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016, soll laut der „Berliner Morgenpost“ und dem „Rundfunk Berlin Brandenburg“ von einem V-Mann des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen zu Anschlägen angestachelt worden sein. Der V-Mann soll zur Gruppe des islamistischen Predigers Abu Walaa aus Hildesheim gehören. Sogar von einem Anschlag mit einem LKW soll laut einem Zeugen die Rede gewesen sein. „Immer wieder“ soll der türkischstämmige V-Mann mit dem Kürzel VP-01 dazu aufgerufen haben, daß „man Anschläge in Deutschland verüben solle“, heißt es in dem Bericht.

Der staatlich finanzierte Anheizer soll laut einem ehemaligen Mitglied der Gruppe sogar „der Radikalste“ gewesen sein. Zu den Gruppenmitgliedern, von denen viele eigentlich nach Syrien reisen wollten, habe VP-01 gesagt: „Komm, du hast eh keinen Paß, mach hier was, mach einen Anschlag.“

Der V-Mann soll besonders engen Kontakt zu Amri gehabt haben. In den letzten Wochen war bereits bekannt geworden, daß die Polizei von syrischen Asylbewerbern vor Amri gewarnt worden und bereits vor über einem Jahr über dessen Gefährderpotential informiert gewesen war.

Auch Kontakte Amris zum „Islamischen Staat“ waren bekannt, ebenso sein konspiratives Verhalten verhielt, das auf seine bevorstehende Tat hätte hinweisen können. (tw/sp)

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Ein Kommentar

  1. Deutschland wehre dich schreibt:

    Leider dringen meist nur die gescheiterten V-Mann-Kontakte in die Öffentlichkeit. Die Kontakte, die über Zwischenkontakte angeworben werden, stammen aus dem entsprechenden meist hochkriminellen Milieu. Und dass hier die Zuverlässigkeit eine andere ist, als gut ausgewähltes Personal eines erfolgreichen Familienunternehmens *zwinker* ist nachvollziehbar. Analog zum Milieu ist dies ein entsprechend schmutziges Geschäft. Anders kommen Sie aber in der organisierten Kriminalität (OK) oft nicht weiter. Es hat aber einen gewissen Unterhaltungswert besonders für die linken Bürger und eine tragische Ironie, wenn wieder einmal Staatsgeld in Kräfte geflossen ist, die die kriminellen Strukturen maßgeblich betreiben. Wesentlich ist, diese Kräfte außerhalb der staatlichen Sicherheitsstrukturen zu halten. Leider kam es schon vor, dass Islamisten Einsatz- und Baupläne stehlen konnten.

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