Asylbewerber fuchtelt mit Messern herum: Tessiner Polizei erschießt 38jährigen aus Sri Lanka

8. Oktober 2017
Asylbewerber fuchtelt mit Messern herum: Tessiner Polizei erschießt 38jährigen aus Sri Lanka
International
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Brissago/Tessin. In der Tessiner Grenzgemeinde Brissago hat ein Polizist während eines Einsatzes einen Asylbewerber erschossen. Der 38jährige Mann aus Sri Lanka war mit zwei Messern bewaffnet. Die Tessiner Behörden verteidigen das Vorgehen des Polizisten.

Der Kommandant der Tessiner Kantonspolizei, Matteo Cocchi, stellte in einer Pressekonferenz am Samstag klar: „Es gab für den Polizisten keine andere Handlungsmöglichkeit in dieser Situation.“ Es sei ein Moment großer Gefahr gewesen. Rückendeckung erhielt der Polizist auch vom zuständigen Regierungsrat Norman Gobbi, der mit Cocchi vor die Medien trat.

Dem Einsatz war ein Streit vorausgegangen. Die Polizei wurde kurz vor 2 Uhr nachts wegen einer Auseinandersetzung unter mehreren Personen alarmiert. Mehrere Polizisten begleiteten zwei Asylsuchende aus Sri Lanka in ein Gebäude, wo sich ihnen eine „noch nicht geklärte” Situation darbot. Laut den Behörden stürmte ein dritter Asylsuchender auf die beiden Asylbewerber ein, die die Polizisten begleiteten. Der 38jährige Mann, der ebenfalls aus Sri Lanka stammte, fuchtelte mit zwei Messern herum. Einer der Polizisten feuerte mit seiner Pistole auf den Angreifer. Dies sei zum Schutz aller Anwesenden geschehen, schreibt die Tessiner Polizei. Die Kugel verletzte den Asylsuchenden so schwer, daß er noch vor Ort verstarb. Die anderen Beteiligten wurden nicht verletzt. Das Motiv für das aggressive Verhalten des 38jährigen Sri Lankers ist noch unbekannt. (mü)

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5 Comments

  1. Der Beobachter schreibt:

    Endlich einer, der nicht lange gefackelt und diskutiert hat.
    Direktes Handeln !! Gut und weiter so !
    Denn sonst haben die „Typen“ eh keinen Respekt und Anstand !

  2. Olsen schreibt:

    Ja mei… Ist denn in Sri Lanka auch schon unerträglicher Krieg? Was sucht der Typ hier? Abschieben!

  3. Sack schreibt:

    Wieso werden den „Goldstücken“ z.B. nicht die Messer abgenommen? Traut man sich nicht?
    Wieviele sollen noch abgestochen und gemessert werden?
    Ist das Dankbarkeit, wenn man seine „Gastgeber“ mit dem Messer bearbeitet?

  4. Belsazar schreibt:

    Man stelle sich vor, der Vorfall wäre in D. passiert. Keiner hätte sich vor den Polizisten gestellt, aber Alle hinter den Asylanten!

  5. Fernglas schreibt:

    Der arme Getötete hat bestimmt nur das Handwerk eines Scherenschleifers ausgeübt und ist dabei das Opfer eines kulturellen Missverständnisses geworden. Er hinterlässt vermutlich ein gutes Dutzend Kinder und eine Ehefrau, die nun durch diese Gewalttat einen Anspruch auf Einreise in die Schweiz erworben haben…

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