Serbischer Außenminister: Der EU noch beitreten, bevor sie zerfällt

6. September 2017
Serbischer Außenminister: Der EU noch beitreten, bevor sie zerfällt
International
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Maribor. Eine eigenwillige Logik – der serbische Außenminister Ivica Dačić äußerte jetzt die Hoffnung, sein Land werde noch rechtzeitig der EU beitreten, ehe diese zerfalle. Das sagte Dačić am Dienstag während des Forums „Bled – 2017“ in Slowenien. Wörtlich: „Es ist wichtig, daß die Ausweitung der EU anhält. Entweder treten wir der EU bei, oder die EU schließt sich uns an. Hoffentlich treten wir der EU eher bei, als sie zerfällt.“

Der Balkan verspäte sich mit dem EU-Beitritt so sehr, daß es scheine, die Region werde nie zur Union gehören. Dies sei „keine gerechte Haltung gegenüber den Westbalkan-Ländern“.

Auch am üblichen Beitritts-Procedere äußerte der Minister Kritik und sagte: „Ich kann kaum glauben, daß alle Länder der EU erst dann beigetreten sind, nachdem sie alle Kriterien erfüllt haben. Ich bin bereit zu wetten, daß, falls sie jetzt nochmals der Union beitreten würden, würde nicht weniger als ein Drittel die Bedingungen nicht erfüllen.“

Im übrigen habe Serbien eine „Drohung“ für die USA parat, falls die EU das Land nicht aufnehme: „Wir verlangen dann einen Beitritt zu den USA. Auf jeden Fall sind wir näher als Hawaii.“ (mü)

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3 Comments

  1. Fackelträger schreibt:

    Bei solchen serbischen Standpunkten wird mir klar, WARUM es schon vor über 100 Jahren so schwierig war, sich mit Serbien irgendwie zu verständigen.
    Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus! (In Serbien gab es ja schließlich keine 70 Jahre anti-serbische Umerziehung, die als Entschuldigung dienen könnten!)

    Was wollen die von der EU?! Zur Aufnahme von Invasoren gezwungen werden? Zur Einführung der Homo-„Ehe“ gezwungen werden? Oder glauben die wirklich, nur das deutsche Geld zu bekommen und das damit verbundene Unangenehme (die Abtretung der Hoheitsrechte) durch serbische Doppelbödigkeit und Balkan-Tricks an sich abperlen lassen zu können?

  2. Weg mit Linksideologen schreibt:

    Realistische Einschätzung des Außenministers. Eher nimmt Merkel weitere Millionen an Flüchtlingen aus aller Welt auf als für eine Stabilität der europäischen Völker und somit Europa zu sorgen. Es darf bezweifelt werden, ob es einen Brexit gegeben hätte, ohne den Wahnsinn der illegalen Armutsmigration, den Merkel und die derzeitigen Regierungsparteien zugelassen und befördert haben.

  3. Pozsony schreibt:

    Bei „ZUERST!“ gibt es Bezug auf „national“ erferulicher keinen Grund zur Kritik.

    Dann sollte man aber das bis 1918/19 mehrheitlich deutsche (und bis 1945 trotz erheblichen Sloweninsierungsdruckes immer noch mit einer signifikanten Deutschen Minderheit) Marburg a.d. Drau (slowenisch Maribor) auch bei seinem Deutschen Namen nennen, wie es z.B. auch bei Preßburg, Brünn, Straßburg/Elsaß, Königsberg/Pr. usw. der Fall ist.

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