Zeitgeistanbetung: Kirchen wettern gegen den AfD-Parteitag

21. April 2017
Zeitgeistanbetung: Kirchen wettern gegen den AfD-Parteitag
Kultur & Gesellschaft
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Köln. Gegen den AfD-Parteitag am kommenden Wochenende in Köln machen nicht nur Linksextremisten aus dem gesamten Bundesgebiet, sondern auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mobil. Unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ will man sich mit Redebeiträgen an der Demonstration des linksradikalen Bündnis „Köln stellt sich quer“ beteiligen. Zusätzlich soll am Sonntag in Kölner Kirchen gegen die AfD gebetet werden. „Barmherziger Gott, wir leben aus deiner Zusage, daß jeder Mensch kostbar ist. Der Regenbogen, den du in die Wolken gesetzt hast, der österliche Bund des Friedens und der Versöhnung kennen keine Grenzen. Und doch erleben wir Menschenverachtung, Nationalismus und Intoleranz. Menschen werden als ‘Fremde’ ausgegrenzt. Gib uns Kraft, die Würde jedes Einzelnen zu achten. Erneuere und stärke uns alle durch den österlichen Blick des Friedens aufeinander“, heißt es in den Fürbitten.

Zusätzlich ist für Freitagabend ein „politisches Nachtgebet“ in der Evangelisch-Freikirchlichen Friedenskirche, die in der Nähe des Maritim-Hotels steht, geplant. Dort tagen die Delegierten der AfD. Kritik aus den eigenen Reihen hätt es laut dem evangelischen Stadtsuperintendenten Rolf Domning bislang nicht gegeben. „Gradmesser für die große Zustimmung in den Gemeinden ist die ungebrochene ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit“, sagte er. Die

Kölner Polizei rechnet mit insgesamt bis zu 50.000 Gegendemonstranten, darunter seien laut Polizeipräsident Jürgen Mathies auch „mehrere tausend Linksextremisten“ zu erwarten. (tw)

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6 Comments

  1. Eidgenosse schreibt:

    Wieviele National-Freiheitliche sind wohl noch in den Staatskirchen Mitglied und unterstützen damit mehr oder weniger direkt die Popen, die mit ihrem Mainstream- Gewäsch schon immer katzbuckelnd und nach Geld lechzend hinter der Politik hergehechelt sind?
    Ob diese „Brüder“ nun damals Kanonen der Wehrmacht gesegnet haben oder heute die Ausrottung der Europäischen Kultur unterstützen – immer dasselbe, man könnte kotzen.
    Wer diese Sauställe nicht an den Nagel hängt, kommt garantiert nicht in den „Himmel“.

  2. Dr.Bernd Berlin schreibt:

    Auch im alten Israel wurden fremde Götter angebetet. Die Folgen kann man besonders bei Jesaja und Jeremia nachlesen.

  3. Andreas Hulsmann schreibt:

    Mein Gedankengang: Petry und Pretzell, unser Prinzenpaar, lassen sich mit ihrem Gesinde in den Landtag NRW und den Bundestag über das AfD-Ticket wählen um dann Medienwirksam aus der Partei auszutreten und eine neue Formation zu gründen. Der Vorteil ist bedeutsam. Die neue Partei ist nun, ohne das sie gewählt wurde, im bevölkerungsreichsten Bundesland und im Bund über Jahre als Fraktion vertreten und kann sich profilieren. Zudem gibt es dann einen Dominoeffekt, wo sich auch die anderen AfD-Fraktionen spalten. Damit ist die neue Partei, nochmals, ohne von nur einem Wähler gewählt zu werden, in allen Bundesländern als Fraktion vertreten und ein Teil der AfD-Basis werden sich der neuen P&P-Partei zuwenden. Gerade in NRW war zu beobachten, wie mit der berüchtigten WhatsApp-Gruppe massiv Delegierte beeinflusst, Wahlen manipuliert und Listenplätze abgesprochen wurden. Die Listenmandate für die Landes- und die Bundestagswahl aus NRW sind meiner Meinung nach durch Kölsche Klüngel und charakterlich zumindest fragwürdige Personen erschlichen worden. Hier hat sich gezeigt, wie destruktiv die Delegierten-Variante in einer Partei wirkt. NRW war unter Pretzell der erste Landesverband der das Delegiertensystem eingeführt hat. Was aus der Sicht von P&P und ihren Jüngern auch trefflich funktioniert hat. Die WhatsApp-Gruppe war sehr mit sich zufrieden und das weitestgehend alles „wie besprochen“ geklappt hat.

    • Fackelträger schreibt:

      Was Sie schreiben, ist äußerst ernst zu nehmen!!!

      Mit der FPÖ passierte das MEHRMALS! Dies hatte jedes Mal größten Ansehens-Schaden und damit einhergehende drastische Rückschläge für die Kernpartei mit sich gebracht.

      Jedes Mal tönte die Lügenpresse aufs Neue: Wieder habe „das letzte liberale Feigenblatt“ die schlimme FPÖ verlassen. Und bei dr nächsten Gelegenheit dasselbe Geschmiere und Geseiere.

  4. Paulemann schreibt:

    Es ist zu schade, dass ich mich schon vor vielen Jahren von diesen Heilsversprechern verabschiedet habe und das leider nun nicht nochmals zelebrieren kann. Wer diesen „Gottesdienern“ auf den Leim kriecht hat nicht viel mehr Hirn als die Bückbeter, die fünf mal am Tag ihren Hintern gen Himmel richten.

  5. Claus Ernst schreibt:

    Wes Brot ich eß`, des Lied ich sing. Die Trennung von Kirche und Staat
    ist in Deutschland nicht vorhanden, sondern steht lediglich auf dem Papier.
    Die unheilige Allianz von Klerus und Politik gehört schlicht und einfach
    zum Herrschaftinstrumentarium. Schließlich muß der Hirte seine Schafe in
    die richtige Richtung treiben. Das kann der Zeitgenosse dann an den Auf-
    rufen und Predigten seiner Exzellenzen Marx, Wölki und anderen zeitnah be-
    obachten. Sie sind sozusagen die Schäferhunde, die mit Nachdruck die Schaf-
    herde auf Kurs halten, damit ihnen die fetten Weideflächen von der Politik
    erhalten bleiben.

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