Ausländergewalt in Dresden: Asylanten stoßen Opfer auf Bahngleise


Dresden. Zwei junge Asylanten aus Libyen und Marokko stehen unter Verdacht, am Freitagmorgen einen 40Jährigen auf die Gleise gestoßen und nicht mehr auf den Bahnsteig gelassen zu haben. Nur eine Notbremsung des S-Bahn-Fahrers verhinderte Schlimmeres. Gegen die beiden Asylbewerber wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt, nicht aber wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, obwohl sie ihr Opfer auch dann noch mit Schlägen und Tritten am Hochklettern auf den Bahnsteig gehindert hatten, als die S-Bahn einlief.

Der Grund für den Angriff soll die Weigerung des Opfers gewesen sein, ihnen Feuer für Zigaretten zu geben. Für Entsetzen im Internet sorgt vor allem der Umstand, daß gegen die beiden Tatverdächtigen kein Haftbefehl erlassen wurde, sondern sie sich weiter auf freiem Fuß befinden. Laut Staatsanwaltschaft hätte sich das Opfer über das Nachbargleis in die andere Richtung in Sicherheit bringen können.

Die Ermittlungen laufen allerdings weiter, so wird etwa noch das Material aus den Videokameras der Haltestelle ausgewertet und mögliche Zeugen gesucht. Die Asylbewerber berufen sich darauf, wegen ihres Alkoholkonsums keine Erinnerung mehr zu haben. (tw)