Die Zukunft unseres Landes hängt davon ab, daß dieser Sumpf trockengelegt wird

28. Februar 2017
Die Zukunft unseres Landes hängt davon ab, daß dieser Sumpf trockengelegt wird
Manfred Kleine-Hartlage
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Einer Umfrage zufolge lehnen 70 Prozent aller Bürger die Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ab, und dies aus guten Gründen: Eine gebührenfinanzierte Rundfunk-„Grundversorgung“ ist im Zeitalter einer allgegenwärtigen Informationsflut bestenfalls anachronistisch. Faktisch leistet der nahezu ungehemmte Zugriff auf das Portemonnaie der Zuschauer einer Selbstbedienungsmentalität Vorschub, die nicht nur zahllose Programme von zweifelhafter Relevanz hervorbringt, sondern auch Gehälter und Pensionen, die im Durchschnitt deutlich über dem Branchenniveau liegen.

Was die journalistische Qualität, Objektivität, Neutralität und insbesondere Staatsferne der öffentlich-rechtlichen Sender betrifft, so müßte man schon einen ungewöhnlich zynischen Humor haben, um diese Sender mit diesen Normen in Verbindung zu bringen. Die Rundfunkstaatsverträge, in denen dies tatsächlich geschieht, lesen sich daher wie unfreiwillige Satiren – oder aber wie die bewußte Verhöhnung des zahlenden Publikums.

Als Frauke Petry und Jörg Meuthen im Namen der AfD die Absicht bekundeten, auf die Abschaffung der Rundfunkgebühren hinzuarbeiten, hatten sie daher nicht nur die Vernunft und den gesunden Menschenverstand auf ihrer Seite, sondern auch die Herzen der Zuschauer.

Es geht dabei um mehr als nur um Geld: Zu behaupten, die öffentlich-rechtlichen Medien zögen den Bürgern Geld aus der Tasche, ohne eine angemessene Gegenleistung zu bieten, wäre eine Beschönigung des tatsächlichen Sachverhalts, daß die Gegenleistung negativer Natur ist. Der ausgeplünderte Konsument erhält nicht nur keinen Nutzen, sondern finanziert ein System, das darauf ausgerichtet ist, ihm und dem ganzen Land zu schaden. Ihre Ideologie und ihre Interessen machen die Nutznießer des Gebührensystems zu Feinden ihres eigenen Volkes. Die Zukunft unseres Landes hängt davon ab, daß dieser Sumpf trockengelegt wird.

Die Abschaffung der Rundfunkgebühren ist ein erster Schritt dazu, aber er darf nicht der letzte sein, und er ist zu wichtig und zentral, um als bloße Wahlkampfmunition taktisch verballert zu werden. Die AfD sollte diese Forderung – eine offene Kampfansage – vielmehr ins Zentrum ihrer Kampagnen stellen, um deutlich zu machen, warum die etablierten Medien die Opposition nicht genug verteufeln können. Nämlich weil sie Partei und Plädierende in eigener Sache sind.

Analoges läßt sich von anderen gesellschaftlichen Großsystemen sagen, die sich – ganz wie die Medien – offiziell einem Ethos verschrieben haben, das etwas mit Wahrheit zu tun hat: den Kirchen und den Universitäten. Wie ARD und ZDF leben sie von Geld, das dem Bürger mit Staatsgewalt abgepreßt wird, berufen sie sich auf ein Wahrheitsethos, das sie täglich mit Füßen treten, und tun sie dies im Dienste eines Machtkartells, das in der Wahrheit schlechthin nur einen Staatsfeind sehen kann.

Insbesondere die Kirchen sind in einer besonders schwachen Position, weil sie die Botschaft, auf die sie sich offiziell immer noch berufen, bis zur Unappetitlichkeit kompromittiert haben. Heutigen Kirchenfürsten beider Großkonfessionen steht auf der Stirn geschrieben, daß sie kaum noch an Gott glauben, geschweige denn an die Heilige Dreifaltigkeit oder die Gottessohnschaft Christi – was sie aber nicht hindert, als offiziell bestallte Sachwalter ebendieser Glaubenswahrheiten Milliarden Euro zu kassieren. Wer so in der Lüge lebt, hat es nötig, seine Existenzberechtigung zu beweisen – oder diesen Beweis zu fingieren.

Es liegt in der Natur der Sache, daß diese glaubenslosen Kirchen unter Führung korrupter Religionspotentaten zu Claqueuren degenerieren mußten, deren Funktion sich darin erschöpft, die Ideologie der Mächtigen mit einer dünnen Soße aus pseudotheologischen Phrasen zu parfümieren. Wenn etwa die EKD-Führung dekretiert, Christen hätten in der AfD nichts zu suchen – der Islam aber gehöre zu Deutschland –, dann entpuppt sie sich, nicht weniger als die Medien, als Partei eines kalten Bürgerkrieges und als politisch-ideologische Kampforganisation. Die Finanzierung solcher Organisationen geht einen demokratischen Rechtsstaat aber nichts an.

Die AfD täte also gut daran, neben der Abschaffung der Rundfunkgebühren auch die der Kirchensteuern zu fordern, die mindestens ebenso unpopulär sind und mindestens ebenso schamlos zu Zwecken veruntreut werden, die mit der offiziellen Rechtfertigung für die Geldeintreibung durch den Staat nichts zu tun haben.
Man muß es auf den Punkt bringen: Kein Volk kann überleben, kein Land gedeihen, wenn seine Ideologiebranche einem Kartell aus verräterischen Machthabern zuarbeitet, das dieses Überleben und dieses Gedeihen untergräbt. Dreht dieser Branche endlich den Geldhahn zu!

Manfred Kleine-Hartlage ist freier Publizist.

6 Comments

  1. Petra Förster schreibt:

    Ich gebe Ihnen in allen Punkten Recht. Wir werden gezwungen Medien zu bezahlen, die letztendlich nichts weiter tun, als die Ideologien der Regierung zu transportieren.

  2. Kuhn schreibt:

    Klasse Beitrag.

  3. Johannes schreibt:

    Sehr guter Artikel!

    Die ganze Perversion der christlichen Kirchen wird durch die Forderung das Moslems und der Islam Freunde der Christen seine und „selbstverständlich“ (Pfaffe Bredford) zu Deutschland gehören würden, während AfD, Pegida und alle „Rechtsradikalen“ nicht in Kirchen oder zum Christentum gehören würden und von allen Christen offensiv zu bekämpfen seien (orts-Pfaffe hier bei mir)…

    Ich denke die Christen hätten angeblich keine Feinde, na bei den Rechten wird dann aber offen gehetzt. So viel mal zur christlichen Nächstenliebe.

    Die christlichen Amtskirchen sind Feinde des deutschen Volkes, da sie offensiv am Umvolkungswahn der Herrschenden mitmachen! Raus aus den Kirchen!

    • Bran Mak Morn schreibt:

      Trotz anhaltender Kritik klammert sich die CDU-Hessen an Gender-Lehrplan

      Die Liste der Kritiker der Gender-Lehrpläne für die Schulen wird immer länger. Nun ist auch Prof. Reinhard Slenczka hinzugekommen.

      Laut einem Bericht von IDEA begründet der Professor für ev. Theologie an der Universität Erlangen seine Ablehnung folgendermaßen: „Slenczka wirft den Vertretern der Gender-Ideologie ferner vor, die ‚Befriedigung des Sexualtriebs in beliebiger Form nicht nur orientierend zur Wahl zu stellen, sondern ihn aufzuwecken und sogar auszuprobieren‘. Wenn das in Lehrpläne von Schulen aufgenommen und durchgesetzt werde, dann sei das Kindesmissbrauch, denn auf diese Weise werde die schützende Scham beseitigt und nicht mehr respektiert.“

      Prof. Slenczka wird recht deutlich: „Es gebe keinerlei theologische, rechtliche und politische Berechtigung, die Forderungen der Gender-Ideologie durchzusetzen ‚und auf diese Weise die bestehende Gesellschafts- und Rechtsordnung tiefgreifend zu verändern, ja zu zerstören‘.“

      Der CDU in den Bundesländern Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen etc. müsste es allmählich dämmern, dass sie nicht nur irrsinnige und überflüssige Gender-Lehrpläne in die Welt gesetzt hat, sondern auch einen fatalen politischen Fehler unternahm: Um sich bei den Grünen anzubiedern, ist diese Partei Eltern und konservativen Christen – also die klassische Basis der Christdemokraten – in den Rücken gefallen.

      Besonders frappierend ist der Fall Hessens. Dort fordern die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von den Schülern ab sechs Jahren die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Dieser Unfug soll fächerübergreifend in die Praxis gesetzt werden!

      Kein Wunder, dass sich die Eltern von der CDU verraten fühlen.

      Seit Monaten hagelt es Kritik. Einige Beispiele:

      Prof. Karla Etschenberg in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 23. September 2016: „Akzeptanz bedeutet Billigung und Einverstandensein. Das kann bezüglich nicht heterosexueller Orientierungen von gläubigen Katholiken nicht erwartet werden. Sie sind nur zur Toleranz bereit.“

      Philologenverband: „Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie ‚Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten‘ gegeben wird.“

      Philologenverband: „Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur ‚Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).‘ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene ‚Akzeptanz‘ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die ‚Toleranz‘ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus.“

      Dieser Lehrplan muss eingestampft werden. Wann wird die CDU ihren fatalen Fehler einsehen?

      Der Gender-Lehrplan von Kultusminister Lorz für Hessen ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Ähnliche Erlasse gab es auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

      Gegenwärtig stellt sich die CDU taub und versucht, die Debatte auszusitzen.

      Deshalb ist der Protest der Eltern so wichtig! Nur durch den Druck der Basis wird sich diese Politik zum Besseren wenden.

      * * *

      Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“ mit Ihrer Teilnahme:

      Unterstützungserklärung – keine Experimente mit unseren Kindern!

      Sie helfen uns auch, die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem „Like“ unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!

      Gabriele Kuby, Soziologin, Gender Ideologie und Gender Mainstreaming

      http://www.gabriele-kuby.de

  4. Gerdt Novàk schreibt:

    Macht`s wie, einfach nicht zahlen – dann seit ihr von eurem endlosen GEZ-Gejammer frei. Nochmal, einfach nicht zahlen, ALLE!!!!!

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