Integration auf österreichisch: Kurz will Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst

8. Januar 2017
Integration auf österreichisch: Kurz will Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst
National
5

Wien. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) ist zugleich Integrationsminister. In dieser Eigenschaft macht er jetzt mit einem politisch unkorrekten Vorschlag von sich reden. Kurz griff einen Vorschlag des Integrationsexperten und Regierungsberaters Heinz Faßmann auf und spricht sich für ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst aus. Eine entsprechende Bestimmung solle in das österreichische Integrationsgesetz aufgenommen werden.

Vor allem für den Schulbereich kann sich Kurz ein solches Verbot vorstellen. „Weil es dort um Vorbildwirkung und Einflußnahme auf junge Menschen geht. Österreich ist zwar ein religionsfreundlicher, aber auch ein säkulärer Staat“, sagte Kurz.

Der Minister unterstrich in diesem Zusammenhang ausdrücklich, daß Kreuze in den Klassenzimmern durch die neue Vorschrift nicht in Frage gestellt würden – diese gehörten zur historisch gewachsenen Kultur in Österreich.

Jetzt will Kurz das Kopftuchverbot bei den weiteren Verhandlungen über das Integrationspaket mit Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) thematisieren. Weitere Punkte, die der Minister umsetzen möchte, sind ein Vollverschleierungsverbot, ein Koranverteilungsverbot für Salafisten sowie gemeinnützige Arbeit für Flüchtlinge. Zuwanderungs-Lobbyisten und Islam-Vertreter sind empört und kündigten an, mit Kurz „Tacheles reden“ zu wollen. (mü)

 

Bildquelle: flickr/Österreichisches Außenministerium/CC BY 2.0 – (C) photonews.at/Georges Schneider – Stift Wien – 13.06.2016 –

5 Comments

  1. besseranonym schreibt:

    Hoffentlich bleibt Kurz lange im Amt. Falls nicht, wir können ihn in Deutschland gut gebrauchen.

  2. Lack schreibt:

    Warum arbeiten sich alle nur an Oberflächlichem ab?
    Am eigentlichen Problem ändert man nichts. Offenbar traut man sich nicht, damit das Staatsziel auch erreicht wird.

    • ole schreibt:

      Wieso oberflächlich? Das Kopftuch ist Symbol. Provokation. Wer sich irgendwo integrieren will, hat sich den Gepflogenheiten anzupassen.

  3. Emma D. schreibt:

    Richtig so! Auf Behörden sind alle Bürger angewiesen und dürfen kein Ort von Schleichwerbung für fremde Ideologien sein, schon gar nicht, wenn diese gegen alte einheimische Sitten Frauen diskriminieren. Tacitus hat auf die Bedeutung von Frauen bei den Germanen hingewiesen, wie etwa gleiche Würde wie Männer und Mitwirken als Prophetinnen bei politisch wichtigen Fragen.
    Wo ich in Supermärkten eine Kopftüchlerin beim Personal entdecke, lasse ich den Einkaufswagen stehen und verlasse den Laden.

  4. Edelweiss schreibt:

    Frau Emma, ich mache es wie sie. Das hier ist unser Land seit Tausenden von Jahren. Wieso sollten wir andere darüber bestimmen lassen, was unsere Vorfahren leidvoll und schuftend aufgebaut haben und wieso soll ich für Fremde arbeiten, sie mit ernähren, während unsere Armen nichts kriegen???? Zum Dank wird uns unser Leben gestohlen. Ich zahle jetzt nicht auf, was alles nicht mehr geht. Aber es grenzt an Knast zwischen Zuhaus und Arbeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com