US-Präsident: Obama räumt erstmals offen Beteiligung am Maidan-Putsch ein

11. Februar 2015
US-Präsident: Obama räumt erstmals offen Beteiligung am Maidan-Putsch ein
International
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Washington/Kiew/Moskau. Lügen haben nicht nur immer kürzere Beine, sie werden auch immer folgenloser. Eine der großen und ziemlich folgenschweren Lügengeschichten der jüngeren Vergangenheit flog jetzt bereits nach nicht einmal einem Jahr auf.

Gegenüber dem US-Fernsehsender CNN räumte der US-Präsident Barack Obama dieser Tage die Beteiligung der USA am Maidan-Putsch Anfang 2014 in Kiew ein. Bisher hatte das Weiße Haus jede Verstrickung in den ukrainischen Regimewechsel abgestritten und darauf beharrt, daß der Putsch eine ausschließlich ukrainische Angelegenheit gewesen sei.

Im Gespräch mit CNN-Moderator Fareed Zakaria über die russisch-US-amerikanischen Beziehungen sagte Obama jetzt: „Putin traf die Entscheidung in bezug auf die Krim nicht etwa aus einer großen Strategie heraus, sondern einfach, weil er von den Protesten des Maidan und der Flucht von Janukowitsch überrascht wurde, nachdem wir einen Deal zur Machtübergabe ausgehandelt hatten.“ Im weiteren Verlauf des Interviews räumte Obama, auf die Frage nach möglichen weiteren Sanktionen gegen Rußland, auch ein, daß die US-Regierung unverändert darauf hinwirke, in der Ukraine eine für Rußland ungünstige Entwicklung herbeizuführen. Wörtlich: „Wir sind in der Lage, die Kosten [für Rußland] immer weiter in die Höhe zu treiben. Und das ist genau das, was wir machen, in Verbindung mit diplomatischem Druck.“ (ds)

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