Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP ab

3. November 2014
Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP ab
Wirtschaft
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Berlin. Die Zustimmung zum Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP sinkt weiter. Während noch im Februar dieses Jahres die Unterstützung in der Bevölkerung bei 55 Prozent lag, sieht mittlerweile nicht einmal mehr die Hälfte aller Deutschen (48 Prozent) das geplante Abkommen zwischen der EU und den USA positiv.

Jeder Vierte fordert sogar einen Stopp der Verhandlungen, wie das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag der Verbraucherschutzorganisation „foodwatch“ ermittelte. „Je mehr über TTIP an die Öffentlichkeit dringt, umso weniger glauben die Bürgerinnen und Bürger der Bundesregierung die Märchen über Wachstum, Wohlstand und den Schutz ihrer Rechte“, kommentierte „foodwatch“-Geschäftsführer Thilo Bode das Ergebnis der Umfrage. „Wir fordern: stoppen, neu verhandeln! Internationaler Handel muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt.“ Die Organisation wirft der Bundesregierung und der EU vor, die Öffentlichkeit über TTIP und die angeblich zu erwartenden positiven Auswirkungen zu täuschen. So seien beispielsweise – entgegen den Versprechen der Bundesregierung – die Effekte auf Wachstum und Arbeitsplätze zu vernachlässigen: Eine von der EU-Kommission beim wirtschaftswissenschaftlichen Institut Center for Economic Policy Research (CERP) in Auftrag gegebene Studie habe errechnet, daß sich das Pro-Kopf-Einkommen in Europa nach 13 Jahren um gerade einmal um 125 Euro im Jahr erhöhen würde. (lp)

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