Landtagswahl in Südtirol: Parteien der Unabhängigkeitsbewegung gestärkt

1. November 2013

Landkarte Südtirols (Foto: Wikimedia/Christoph Federer (Fedi), CC BY-SA 3.0)

Bozen. Die absolute Mehrheit der Südtiroler Volkspartei (SVP) ist nach 65 Jahren Geschichte, sie erreichte bei der Landtagswahl am Sonntag nur noch 45,7 Prozent und damit 17 von 35 Sitzen im Landtag der autonomen Provinz.

Die Südtiroler Freiheitlichen dagegen konnten mit 17,9 Prozent gleich um 3,6 Prozent zulegen und stellen nun sechs statt bisher fünf Mandaten, berichtet das Nachrichtenportal „Unzensuriert“. Auch die zweite, der Unabhängigkeitsbewegung nahestehende Oppositionspartei, die Süd-Tiroler Freiheit, konnte ein Mandat hinzugewinnen stellt fortan drei Abgeordnete. Zudem errang die Union für Südtirol einen Sitz. Weitere Mandate gingen an die Grünen, die linke Partido Democratico, die Fünf-Sterne-Bewegung sowie das in Südtirol äußerst zersplitterte rechte italienische Lager.

Der Spitzenkandidat der SVP, Arno Kompatscher, muß nun als Wahlverlierer einen Koalitionspartner suchen. Bisher vertraute seine Partei auf eine enge Zusammenarbeit mit der Partido Democratico des italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta. Ob sich die SVP unter Kompatscher weiterhin in dieses Bündnis mit der italienischen Linken begibt, werden die Koalitionsverhandlungen zeigen. Vor allem in der Frage nach dem Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler, einem möglichen Freistaat Südtirol oder gar der Rückkehr zu Österreich ist die SVP von den Positionen der Südtiroler Freiheitlichen, der Süd-Tiroler Freiheit oder der Union für Südtirol weit entfernt.

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