Publizist Todenhöfer: Syrien-Konflikt ist Stellvertreterkrieg gegen den Iran

12. September 2013

Damaskus. Der Publizist Jürgen Todenhöfer wirft den USA vor, Menschenrechte seien „der letzte Grund“, weshalb sie gegen Syrien vorgehen würden.

Der Konflikt finde auf mehreren Ebenen statt, sagte Todenhöfer dem „Migazin“. „Auf der Ersten führen die USA, Saudi-Arabien und Katar in Syrien einen Stellvertreterkrieg gegen den Iran. Mit Assad soll Irans wichtigster Verbündeter in der Region ausgeschaltet werden. Auf der zweiten Ebene kämpfen extremistische Sunniten einen Konfessionskrieg gegen Alawiten und Schiiten. Auf der dritten Ebene gibt es eine Fortsetzung des Ost-West-Konfliktes. Auf der vierten Ebene – und das ist am wichtigsten – geht es um Macht.“ Er vertrete die These, daß die USA „im ölreichen Nahen Osten überhaupt keine Demokratie wollen.“ Es sei für die USA „eine Horrorvorstellung, daß es „überall dort, wo es Erdöl gibt, alle vier Jahre eine neue Regierung geben könnte“, die dann jeweils neue Verhandlungen führen wolle.

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