München. Auch im vermeintlich „sicheren“ Bayern wächst die inländerfeindliche Gewalt signifikant. Die AfD im Landtag erfragte aktuelle Zahlen dazu. Die bayerischen Behörden haben demnach im Jahr 2025 mit 67 deutschfeindlichen Straftaten den höchsten Stand seit Einführung der gesonderten Erfassung 2019 verzeichnet. Damals waren es noch 20 Fälle. Insgesamt registrierte die Polizei zwischen 2019 und 2025 in Bayern 250 solcher Delikte, darunter 34 Gewalttaten mit 54 Opfern und zwei Terrorismusfälle.
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Von 186 Tatverdächtigen besaßen 116 eine ausländische Staatsangehörigkeit, 68 die deutsche. Die größte Gruppe unter den Ausländern stellten Syrer in 21 Fällen dar, gefolgt von Türken mit 20. Neun Verdächtige kamen aus Serbien und Montenegro, je fünf aus Afghanistan, Polen und der Ukraine. Die Statistik weist bei Doppelstaatlern allerdings nur die deutsche Staatsangehörigkeit aus – was die Aussagekraft einschränkt.
Die Delikte lassen sich verschiedenen Motivlagen zuordnen. Der Bereich „ausländische Ideologie“ umfaßt 75 Fälle. Weitgehend unklar bleibt die Einordnung bei 69 Taten, die als „sonstige“ verbucht wurden, sowie bei 44 weiteren ohne Zuordnung. Religiös motiviert waren 24 Straftaten, 20 wurden dem rechten und 18 dem linken Spektrum zugerechnet. An der Spitze der erfaßten Handlungen stehen Beleidigungen (57), gefolgt von Volksverhetzung (43), Friedensstörung durch Gewaltandrohung (29) und Körperverletzung (22).
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Parallel dazu erhebt die Statistik auch christenfeindliche Übergriffe als separate Rubrik. Seit 2017 wurden 189 Fälle registriert, darunter 25 Gewalttaten mit 37 Opfern. Der bisherige Höchstwert von 38 Fällen aus dem Jahr 2024 wurde 2025 mit 36 Taten knapp verfehlt. Bei 121 ermittelten Verdächtigen hatten 68 die deutsche und 52 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Afghanen (elf) und Syrer (zehn) stellten hier die größten Gruppen. 87 Taten wurden der religiösen Ideologie zugeordnet, 32 dem linken und 27 dem rechten Spektrum. In 54 Fällen waren Kirchen betroffen.
AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner sprach von einem „Alarmsignal“ für das christliche Fundament Bayerns und forderte eine eigene Lageauswertung sowie besseren Schutz für kirchliche Einrichtungen. Ihr Stellvertreter Richard Graupner monierte die statistische Praxis: bei Doppelstaatlern mit deutschem Paß werde ein möglicher ausländischer Bezug systematisch verdeckt – eine Praxis, die er als „absurd“ bezeichnete. (rk)
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