Boca Chica. Der US-Milliardär und Tesla-Gründer Elon Musk hat erneut den Großspekulanten und „Philanthropen“ George Soros scharf kritisiert. Auf X leitete er eine Analyse der „Open Society“-Stiftungen (OSF) Soros´ weiter und kommentierte sie mit den Worten: „Soros wants to end Western Civilization“ – „Soros will die westliche Zivilisation beenden“. Die „Open Society“-Stiftungen werden inzwischen von Soros‘ Sohn Alexander geleitet.
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Die von Musk zitierte Analyse, deren Autor nicht bekannt ist, wirft den Open Society Foundations vor, das vom österreichischen Philosophen Karl Popper stammende Konzept der „offenen Gesellschaft“ ins Gegenteil verkehrt zu haben. Poppers Ideal beruhte auf einem kritischen Rationalismus und der Einsicht, daß niemand die letzte Wahrheit besitze. Soros hingegen betreibe durch Masseneinwanderung, Multikulturalismus als Staatsdoktrin und Identitätspolitik eine gesteuerte demografische Transformation, die soziales Vertrauen und rationale Kritik untergrabe. Die Folgen seien Parallelgesellschaften, nurmehr eingeschränkte Debatten über Einwanderung und Hierarchien von Medien- und Sozialfunktionären, die abweichende Meinungen unterdrückten.
Musk und Soros repräsentieren zwei antagonistische Lager innerhalb der westlichen Eliten: hier der libertäre, kulturell eher traditionalistisch gesinnte Tesla-Chef, dort der progressivistische Mega-Financier. Musk forderte in den vergangenen Jahren wiederholt RICO-Verfahren gegen Soros‘ Organisation, sprach von „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und griff den Milliardär auch persönlich an.
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In den USA wurde der Einfluß der Soros-Stiftungen in den letzten Jahren zurückgedrängt. Innerhalb der EU bleiben sie hingegen äußerst aktiv. Alexander Soros pflegt enge Kontakte zu Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez. Ein Brüsseler Büro der Stiftung arbeitet gezielt daran, die EU-Politik in den Bereichen Migration, Inklusion und Menschenrechte zu beeinflussen. Zwischen 2016 und 2023 flossen laut einer Studie des Center for Fundamental Rights rund 90 Millionen US-Dollar an NGOs mit Sitz in Brüssel. Die Ausgaben stiegen 2023 vor den Europawahlen stark an. Bis 2019 fanden mindestens 64 Treffen von Soros und seinen Lobbyisten mit hochrangigen EU-Kommissionsvertretern statt. Die OSF fördert zudem Organisationen, die die EU-Institutionen zu Migration und Justizreformen beraten. (mü)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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