Der Elefant im Raum: Streit um Deutschpflicht im Freibad

27. Juni 2026
Der Elefant im Raum: Streit um Deutschpflicht im Freibad
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Halle. Wie vielerorts sonst gibt es auch in Halle ein Ausländerproblem im Freibad. Anders als in anderen Schwimmbädern geht es hier aber – vordergründig – nicht um die üblichen Belästigungen und Rangeleien durch junge „Männer“, sondern um einen Notfall, der sich kürzlich ereignet hat.

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Der Pächter des Heidebads, Mathias Nobel, hatte jüngst eine neue Zugangsregelung eingeführt. Demnach sollten Badegäste künftig abgewiesen werden, die nicht ausreichend Deutsch sprechen und die Sicherheitshinweise nicht verstehen. Auslöser war ein Rettungseinsatz. Nobel mußte ein Kleinkind aus bis zu 13 Meter tiefem Wasser bergen – die Eltern hatten seine Anweisungen nicht verstanden.

Natürlich herrscht wegen der neuen Regel die übliche Empörung. Die Stadt verlangte von Nobel die sofortige Rücknahme der Deutschpflicht. Dieser argumentierte der „Bild“-Zeitung gegenüber: „Tot ist tot.“ Und: „Was soll ich zurücknehmen? Daß die Leute die Baderegeln verstehen?“

Stadtsprecher Drago Bock hält dagegen, daß das Hausrecht nicht genutzt werden dürfe, um „durch pauschale Einlaßverbote für ganze Bevölkerungsgruppen“ den öffentlichen Charakter auszuhebeln. Ein als „ausländerfeindlich“ wahrnehmbares Vorgehen beschädige das Ansehen der Stadt.

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Nobel weist den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit zurück. Es gehe ihm lediglich um die um Badesicherheit. Die Reaktionen auf seine Regelung waren heftig: das Bad erhielt zahlreiche böse Mails, Haßnachrichten und schlechte Bewertungen. Gleichzeitig meldeten sich aber auch Rettungsschwimmer aus ganz Deutschland und bekundeten dem Badbetreiber ihre Solidarität.

Die Kollegen müssen es wissen: mit der diesjährigen Freibadsaison häufen sich auch wieder die üblichen Probleme mit jungen „Männern“. Der jüngste Fall ereignete sich in einem Saarbrücker Freibad und sorgte überregional für Schlagzeilen: rund 100 „Menschen“, hieß es in Medienberichten, lieferten sich dort am Samstagabend eine handfeste Schlägerei, die Polizei mußte gerufen werden. Die genannten „Menschen“, deren Nationalität nicht genannt werden darf, sprechen in der Regel nicht gut Deutsch, und „Klaus“ oder „Hans-Jürgen“ heißen sie auch nicht. Das Deutschgebot des Hallenser Badchefs könnte solche Vorfälle verhindern, ehe die Polizei anrücken muß. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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