Peinliche Klatsche für Berlin: Litauen will den deutschen Israel-Kult nicht

23. Juni 2026
Peinliche Klatsche für Berlin: Litauen will den deutschen Israel-Kult nicht
International
0
Foto: Symbolbild

Wilna/Berlin. Litauen wird als Frontabschnitt der sogenannten „NATO-Ostflanke“ sowohl in Brüssel wie in Berlin größte Bedeutung beigemessen. Die Bundeswehr stationiert deshalb ihre rund 5000 Mann umfassende „Litauen-Brigade“ dort (derzeit sind es allerdings erst rund 1500). Die deutschen Soldaten sollen dauerhaft im Baltikum verbleiben; ihr Standort im Waldgebiet von Rūdninkai südlich der litauischen Hauptstadt wird gerade mit Hochdruck einsatzfähig gemacht – mit Wohnungen für die Familienangehörigen und sogar eigenen Kindergärten und Schulen.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Aber jetzt gibt es peinliche Unstimmigkeiten mit dem kleinen NATO-Verbündeten im Nordosten. Denn Litauen weigert sich, mit der deutschen Brigade auch gleich die deutsche Vergangenheitsbewältigung zu übernehmen. Auf dem Terrain des Bundeswehrstandorts liegen nämlich die Überreste einer Partisanenstellung aus dem Zweiten Weltkrieg. In ihr fanden Juden Unterschlupf, denen die Flucht aus dem Ghetto von Wilna gelungen war. Gemeinsam mit sowjetischen Partisanen führten sie von dort aus den Kampf gegen die Wehrmacht.

Für die Bundesregierung ein doppelter Glücksfall: einerseits könnte sie, ihrer derzeitigen außenpolitischen Doktrin folgend, den Kampf gegen Rußland rückwirkend zelebrieren. Außerdem könnte sie einmal mehr ihre unverbrüchliche Verantwortung für Israel und die Juden dokumentieren. Die Bundesregierung hatte sich deshalb Ende 2025 ausdrücklich für den Erhalt des Geländes „als Lern- und Erinnerungsort“ eingesetzt. Zugleich wurde die litauische Regierung gebeten, „die Schutzwürdigkeit des betreffenden Bereichs zu prüfen und im Zuge der weiteren Planungen zu berücksichtigen“.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Aber: Litauen will das alles nicht. Aus Sicht des litauischen Kulturministeriums fehlt jede Grundlage für eine Ausweisung des Areals als schützenswertes Objekt. Die heute sichtbaren Bauwerke seien in der Sowjetzeit zu Propagandazwecken rekonstruiert worden – ein Vorgehen, das von anderen zeitgeschichtlichen Gedenkstätten her bekannt ist – und deshalb keine authentischen Zeugnisse der Geschichte. Nach Auffassung der Behörde fällt die Anlage vielmehr als Propagandabau unter das gesetzliche Verbot der „Förderung totalitärer und autoritärer Regime und ihrer Ideologie“. Deshalb komme grundsätzlich sogar ihre Beseitigung als öffentliches Objekt in Betracht.

Es kommt aber noch dicker: das litauische Ministerium hält von der pauschalen Heiligsprechung der jüdischen Partisanen gar nichts. Es bewertet sie im Gegenteil als Angehörige der sowjetischen Streitkräfte im Krieg gegen das nationalsozialistische Deutschland in den Jahren 1941 bis 1945. Ein Sprecher erklärte, ihre Aktivitäten würden als „feindlich“ gegenüber der litauischen Staatlichkeit bewertet.

Für den Berliner Vergangenheits-Masochismus ist das eine böse Klatsche. Spannend wird, wie der Familienstreit unter den NATO-Verbündeten weitergeht. Im schlimmsten Fall wird sich die Bundeswehr auf ihre militärischen Aufgaben beschränken müssen – ohne Israelkult. (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert