Weil Polen Sozialleistungen streicht: Kommen 960.000 Ukrainer?

10. Juni 2026
Weil Polen Sozialleistungen streicht: Kommen 960.000 Ukrainer?
International
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Foto: Symbolbild

Warschau/Berlin. Fast eine Million Ukrainer leben derzeit mit Schutzstatus in Polen. Weil Warschau die Sozialleistungen für viele ukrainische Flüchtlinge gestrichen hat, befürchten deutsche Sicherheitsbehörden laut einem internen Bericht einen massiven Zustrom in die Bundesrepublik. Über den Bericht der nicht näher genannten Behörden berichtete die „Bild“-Zeitung.

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Hintergrund ist, daß die Regierung in Warschau zuletzt den Druck auf die 960.000 Ukrainer im Land deutlich erhöht und damit dem wachsenden Unmut der polnischen Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen Rechnung getragen hat.

So bekommen Ukrainer seit März 2026 deutlich weniger Sozialleistungen als bisher. Zuschüsse für Wohnung, Ernährung und besondere Gesundheitsleistungen erhalten nur noch „besonders Schutzbedürftige“ wie Minderjährige und Erwerbstätige. Durch die Neuregelung verlieren ukrainische Flüchtlinge in Polen weitgehend ihre Ansprüche auf Sozialleistungen. Neben dem kostenlosen Zugang zu Gesundheits- und Sozialleistungen fällt auch das Recht auf kostenlose Unterkunft weg.

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Die deutschen Behörden verzeichnen dem Bericht zufolge deshalb bereits jetzt einen Anstieg der Migration aus Polen, der allerdings nicht nur Ukrainer betrifft, sondern u.a. Afghanen, Eritreer, Pakistaner und Somalis. Gleichwohl seien Ukrainer bei geschleusten Personen an Deutschlands Ostgrenzen die statistisch relevanteste Gruppe und machten mehr als die Hälfte aller unerlaubten Einreisen nach Deutschland aus. Dabei gehe es vor allem um Männer im wehrfähigen Alter, die das Land eigentlich nicht verlassen dürften. (rk)

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