Badesaison ohne „Bereicherer“: Ausländer müssen mehr Eintritt zahlen

5. Juni 2026
Badesaison ohne „Bereicherer“: Ausländer müssen mehr Eintritt zahlen
Kultur & Gesellschaft
0
Foto: Symbolbild

Delsberg/Schweiz. Ein Freibad in der Schweiz sorgt erneut für Schlagzeilen. Die Gemeinde Pruntrut mit rund 6000 Einwohnern hatte im vergangenen Jahr für internationales Aufsehen gesorgt, nachdem Ausländer zeitweise vollständig vom Badebetrieb ausgeschlossen worden waren. Auslöser waren mehrere Vorfälle im Sommer 2025. Vor allem junge Männer aus dem benachbarten Frankreich waren wiederholt negativ aufgefallen und hatten Gäste belästigt.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Für die Saison 2026 hebt die Gemeinde das generelle Verbot nun wieder auf. Aber: Besucher ohne Wohnsitz oder Arbeitsplatz in der Schweiz müssen erheblich höhere Eintrittspreise bezahlen. Erwachsene zahlen 15 Franken, umgerechnet etwa 16,40 Euro. Für Einheimische kostet der Eintritt lediglich 7,50 Franken. Jugendliche aus dem Ausland zahlen 10 statt 5 Franken.

Zusätzlich gelten weitere Auflagen. Wer nicht in der Schweiz lebt oder arbeitet, muß seine Eintrittskarte vorab online erwerben und beim Zutritt einen Ausweis vorlegen. Der Kauf einer Saisonkarte bleibt Nichtansässigen grundsätzlich verwehrt.

Die Gemeindeverwaltung begründet das Vorgehen mit dem Wunsch nach einer besseren Kontrolle des Besucheraufkommens. Wörtlich heißt es: „Diese Bestimmung dient dazu, eine kontrollierte Steuerung der Besucherströme sicherzustellen und die Einhaltung der Zugangsbedingungen der Anlage zu gewährleisten.“ Zudem gelte: „Die Betriebsleitung behält sich das Recht vor, den Eintritt zu verweigern, falls die vorgenannten Bedingungen nicht eingehalten werden.“

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Die Reaktionen sind gespalten. Kritiker halten den Preisunterschied für überzogen. Andere verweisen auf die Erfahrungen des Vorjahres. Damals mußte die Polizei mehrfach einschreiten. Insgesamt erhielten 20 Personen wegen Regelverstößen und unangemessenen Verhaltens Hausverbot. Eine Besucherin sagte dem Portal „20Min.ch“: „Sie kamen nicht hierher, um eine gute Zeit zu erleben, sondern um Unruhe zu stiften.“ Ein anderer Badegast verteidigte den Aufschlag mit den Worten: „Klar, es ist teuer – aber so kommen die Unruhestifter auch weniger.“

Die Debatte erinnert an ähnliche Diskussionen in Deutschland – auch hier sorgen massenhaft in den Bädern einfallende „Jugendliche“ immer wieder für Unmut, weil es regelmäßig zu Rangeleien, Belästigungen und auch Übergriffen kommt. Besonders in Berlin beschäftigen Sicherheitsprobleme die Betreiber von Freibädern schon seit Jahren. Dort wurden zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt und in einzelnen Anlagen Ausweiskontrollen eingeführt. (mü)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert