Rechtsruck jetzt auch in „Down Under“: „One Nation“ erstmals vor Labor

3. Juni 2026
Rechtsruck jetzt auch in „Down Under“: „One Nation“ erstmals vor Labor
International
0
Foto: Symbolbild

Canberra. Der in vielen westlichen Ländern zu beobachtende Rechtstrend schlägt jetzt auch auf Australien durch. Erstmals liegt dort die Rechtspartei „One Nation“ in einer landesweiten Umfrage vor der regierenden Labor-Partei. Nach Einschätzung der Demoskopen speist sich der Stimmungswechsel vor allem aus der Unzufriedenheit vieler Australier mit dem jüngsten Haushalt der Mitte-links-Regierung von Premierminister Anthony Albanese.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Eine Erhebung der Institute Redbridge Group und Accent Research für die „Australian Financial Review“ sieht „One Nation“ bei 31 Prozent. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das einen Zuwachs von deutlichen vier Prozent. Labor verliert drei Prozent und kommt auf 28 Prozent. Die konservative Allianz aus Liberal Party und National Party rutscht auf 20 Prozent ab.

Im australischen Präferenzwahlsystem, in dem Zweit- und Drittpräferenzen die entscheidende Rolle spielen, behauptet Labor allerdings noch einen knappen Vorsprung. Nach Umrechnung der Stimmen liegt die Regierungspartei mit 51 zu 49 Prozent vor „One Nation“. Für die Befragung wurden zwischen dem 25. und 28. Mai insgesamt 1005 Wähler interviewt.

Grund für die Wählerwanderung ist offenbar der am 12. Mai vorgestellte neue Bundeshaushalt. Die Regierung plant tiefgreifende Änderungen bei der Besteuerung von Immobilien. Der Nachlaß bei der Kapitalertragsteuer soll gekürzt, die steuerliche Verlustverrechnung bei vermieteten Immobilien künftig auf Neubauten beschränkt werden. Canberra verspricht sich davon einen leichteren Zugang zum Wohneigentum für jüngere Generationen. Nach Angaben des Finanzministeriums könnten innerhalb von zehn Jahren 75.000 Erstkäufer zusätzlich Eigentum erwerben.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

In der Bevölkerung stößt dieser Kurs jedoch auf Ablehnung. Lediglich 23 Prozent bewerten das Budget positiv, 55 Prozent negativ. Selbst unter den vermeintlichen Gewinnern der Reformen überwiegt die Skepsis. Nur 26 Prozent der Millennials und 13 Prozent der „Generation Z“ erwarten persönliche Vorteile.

Redbridge-Chef Tony Barry verweist darauf, daß 63 Prozent der Befragten ihr Land auf dem falschen Weg sehen. Diese Stimmung stärke Parteien außerhalb des politischen Establishments.

„One-Nation“-Gründerin Pauline Hanson denkt inzwischen sogar über eine Kandidatur für das Repräsentantenhaus nach. Gegenüber „Sky News“ erklärte sie: „Will ich Premierministerin werden? Ich werde den Job nicht schlechtreden, denn ich glaube, daß ich die Fähigkeit dazu habe.“ (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert