Wien/Graz. Die Tiroler Schlagersängerin Melissa Naschenweng hat sich in einem Interview ungewöhnlich offen zur Sicherheitslage und zum gesellschaftlichen Klima in Österreich geäußert. Die Kärntner Musikerin schilderte dabei vor allem ihr Unbehagen in Großstädten und sprach – ohne die bundesdeutsche „Stadtbild“-Diskussion beim Namen zu nennen – von einem Verlust des persönlichen Sicherheitsgefühls.
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Nach Einbruch der Dunkelheit fühle sie sich in städtischen Gebieten als Frau allein nicht mehr wohl. „Ich habe Angst und ich finde, daß es schade ist, daß man im eigenen Land Angst haben muß. Wobei man sagen muß: es gibt überall schwarze Schafe. Auch bei uns daheim. Aber ich fühle mich als Frau allein nicht sicher“, sagte die Sängerin gegenüber „krone.at“. Ihre Sorgen hätten nichts mit ihrer Bekanntheit zu tun oder mit der Furcht, auf der Straße erkannt zu werden.
Naschenweng lebt heute in einem Dorf mit lediglich 33 Einwohnern. Dort kenne sie solche Sorgen nicht. „Da, wo ich herkomme, ist das kein Problem“, erklärte die Künstlerin.
Auch zur politischen Entwicklung des Landes nahm sie Stellung. „Vieles paßt nicht“, sagte sie und beklagte eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung. Österreich müsse wieder stärker zusammenfinden. Selbst innerhalb von Familien gebe es inzwischen Streit über politische Fragen.
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Beim Thema Gendern äußerte sich die Sängerin ebenfalls skeptisch – und konträr zum linken Mainstream. Sie verzichte nahezu immer auf diese Sprachform und empfinde darin keine Herabsetzung von Frauen. „Ich fühle mich trotzdem gleich viel wert, obwohl ich oft auf das Gendern verzichte – oder eigentlich immer“, bekannte Naschenweng. (rk)
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