Remigrationsgipfel in Porto: Wieder Ausreiseverbote für Deutsche

2. Juni 2026
Remigrationsgipfel in Porto: Wieder Ausreiseverbote für Deutsche
International
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Foto: Symbolbild

Porto/München. Etwa 600 Aktivisten, Politiker und Influencer aus dem rechten Spektrum kamen am Samstag im portugiesischen Porto zu einem internationalen „Remigrationsgipfel“ zusammen. Im Mittelpunkt stand der österreichische Identitären-Chef Martin Sellner. Unter den Teilnehmern befanden sich auch mehrere AfD-Politiker, darunter der stellvertretende Bundesvorsitzende Kay Gottschalk, die brandenburgische Landtagsabgeordnete Lena Kotré sowie der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Sven Tritschler.

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Zu den Gästen zählte auch Greg Bovino, ehedem Leiter der US-Grenzschutzbehörde. Nach einem tödlichen Polizeieinsatz in Minneapolis verlor er Anfang 2026 sein Amt. In Portugal erklärte er, er sei „sehr froh“, Europäern dabei zu helfen, „illegale Ausländer zu bekämpfen, die die europäische Kultur zerstören“.

AfD-Vize Kay Gottschalk bezeichnete sich lediglich als „Zuhörer“ und „Besucher“. Kotré trat hingegen als Rednerin auf und würdigte Bovinos Vorgehen in den Vereinigten Staaten. Sie erklärte, dieser habe „durch seine öffentlichkeitswirksame Amtsführung Millionen Illegale in den USA zur freiwilligen Ausreise motiviert“.

Obwohl die AfD-Spitze gemeinsame Auftritte mit Martin Sellner als problematisch einstuft, tritt die brandenburgische Landtagsabgeordnete Lena Kotré immer wieder gemeinsam mit ihm auf. Auf der Konferenz stellten sie und Gottschalk millionenfache Abschiebungen von Ausländern („Remigration“) als wünschenswerten politischen Ausweg aus dem bundesdeutschen Überfremdungsdesaster dar.

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Der Kanadier Daniel Tyrie sagte: „Ich spucke keine dunkelhäutigen Menschen an, weil sie in meinem Land sind. Ich finde nur nicht, daß sie hierhergehören.“ Sellner kündigte zudem ein „Institut für Remigration“ an. Dieses soll europaweite Netzwerke aufbauen und Kampagnen steuern. Ziel sei die Sicherung der „ethnokulturellen Kontinuität Europas“, ein Ende der Migration nach Europa und die Entfernung von Millionen nichtwestlicher Migranten. Die niederländische Aktivistin Eva Vlaardingerbroek brachte es bündig auf den Punkt: „Niemand kommt rein, und Millionen fliegen raus.“

Sein häßliches Gesicht zeigte im Vorfeld des Gipfels der bundesdeutsche Überwachungs- und Bevormundungsstaat: er versuchte mehreren aus Deutschland anreisenden Aktivisten die Ausreise zu verbieten. Insgesamt acht Mitglieder der „Identitären“ wurden am Münchner Flughafen am Donnerstag am Besteigen ihrer Maschine gehindert. Sie wurden von der Bundespolizei befragt und durften nach mehreren Stunden gehen. Gegen sie wurde ein Ausreiseverbot nach Italien, Österreich oder in die Schweiz ausgesprochen. Sie reisten daraufhin mit dem Zug in Richtung Italien aus und konnten von dort ohne weitere Kontrollen nach Portugal weiterreisen. Auf X verbreitete Lena Kotré (AfD) daraufhin ein Video, in dem sie das Ausreiseverbot scharf kritisierte. Sie sprach von „DDR-Methoden“. (mü)

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