Iranische Waffenerfolge: Mehr als Nadelstiche für Uncle Sam

30. Mai 2026
Iranische Waffenerfolge: Mehr als Nadelstiche für Uncle Sam
International
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Foto: Symbolbild

Washington/Teheran. Im Nachgang zum jüngsten US-israelischen Waffengang gegen den Iran kommen immer mehr Details ans Licht, die für ddie stärkste Militärmacht der Welt wenig schmeichelhaft sind. Jetzt wurde bekannt, daß Anfang März mindestens eine völlig veraltete iranische F-5 den amerikanischen Stützpunkt Camp Buehring in Kuwait angriff und unversehrt zurückkehrte. Das zweistrahlige Flugzeug amerikanischer Bauart flog offenbar so tief und langsam, daß die Luftabwehr versagte. Der US-Sender NBC berichtete zuerst über den Vorfall. Amerikanische Regierungsvertreter sprachen vom ersten erfolgreichen Angriff eines feindlichen Starrflüglers auf eine US-Basis seit Jahren. Teheran erklärte später, sogar zwei F-5 hätten aus nur 150 Metern Höhe acht Bomben abgeworfen und kuwaitische Flugabwehrkräfte hätten im Chaos drei amerikanische F-15 irrtümlich abgeschossen.

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Die Northrop F-5 wurde ab den 1950er-Jahren entwickelt und gebaut. Iran produziert unter dem Namen „Saeqeh“ eine eigene Version der Maschine, die sich äußerlich durch das Doppelleitwerk vom Original unterscheidet. Vor dem jüngsten Krieg verfügte die iranische Luftwaffe über 24 Exemplar der F-5.

Der tollkühne Erfolg blieb kein Einzelfall. Ende März wurde auf der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien ein AWACS-Aufklärungsflugzeug getroffen. Fotos zeigen ein zerstörtes Radarflugzeug mit abgerissenem Heck und zerborstener Radarkuppel. Die Maschinen gelten als zentrale Schaltstellen der amerikanischen Luftkriegsführung. Nach Angaben von Fachportalen verfügten die USA zu Kriegsbeginn nur noch über 16 AWACS-Flugzeuge, davon sechs im Nahen Osten.

Auch weitere Ziele wurden getroffen. Laut dem „Wall Street Journal“ wurden Mitte März fünf Tankflugzeuge beschädigt. US-Präsident Donald Trump sprach von „praktisch keinem“ Schaden bei vier Maschinen; eine weitere habe „etwas stärkere Schäden“ erlitten.

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Den Iranern gelang es wiederholt, die amerikanische Luftabwehr mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern zu überlasten. Hinweise auf russische Satellitenbilder und chinesische Aufklärungstechnik könnten die hohe Treffergenauigkeit erklären. Amerikanische Experten kritisierten vor allem die schwache Drohnenabwehr. Anfang März starben sechs Soldaten bei einem entsprechenden Angriff in Kuwait. Kelly Grieco vom Stimson Center sagte der FAZ: „Diese teuren und hoch entwickelten Systeme sind auf schnelle Bedrohungen in großer Höhe ausgelegt, nicht auf langsame und tief fliegende Drohnen.“

Schon früh griff Iran gezielt Radarsysteme an. Ein AN/TPY-2-Radar in Jordanien wurde wohl zerstört, ein weiteres in Saudi-Arabien beschädigt. Diese Anlagen koordinierten die THAAD-Abwehrsysteme und zählen zu den teuersten Komponenten der amerikanischen Luftverteidigung. Auch „Patriot“-Stellungen in Bahrain gerieten unter Beschuß. Die Organisation ACLED dokumentierte Treffer gegen Kommunikationsanlagen, Hangars, Treibstofflager und Kasernen in mehreren Golfstaaten.

Besonders schwer traf es das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain. Videos zeigten Explosionen und Rauchwolken. Satellitenbilder deuten auf massive Schäden hin. Die „New York Times“ sprach von einem Verlust in Höhe von 200 Millionen Dollar. Laut „Washington Post“ wurden insgesamt 228 Gebäude oder Ausrüstungsobjekte beschädigt oder zerstört. Der Analyst William Goodhind erklärte, Iran habe nicht nur militärische Ziele attackiert, „sondern auch weiche Ziele wie Sporthallen, Kantinen und Unterkünfte“.

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Auch die iranische Luftabwehr erzielte Treffer. Medienberichten zufolge wurde erstmals eine amerikanische F-35 beschädigt. Kurz vor der Waffenruhe zerstörte Iran zudem eine F-15E „Strike Eagle“. Bei der anschließenden Rettungsaktion blieben weitere Verluste nicht aus: eine A-10 „Warzenschwein“ wurde getroffen, zwei Spezialtransporter vom Typ MC-130J mußten gesprengt werden, ebenso mehrere Hubschrauber.

Hinzu kamen hohe Drohnenverluste. „CBS News“ berichtete unter Berufung auf Regierungsvertreter, Iran habe bis zu 24 MQ-9-Reaper-Drohnen zerstört. Der Schaden belaufe sich auf rund 720 Millionen Dollar. (mü)

Bild: U.S. Army/gemeinfrei

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