Berlin. Eine der Abbruchhalden der deutschen Politik ist der Wohnungsbau. Er stürzt seit Jahren nur noch ins Bodenlose. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden 2025 nur noch 206.600 Wohnungen fertiggestellt. Das waren erneut 45.400 weniger als im Vorjahr, ein Rückgang um deutliche 18 Prozent. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt 2012. Branchenverbände gehen inzwischen von einem Fehlbestand von rund einer Million Wohnungen aus.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Besonders bitter fällt der Absturz angesichts der volltönenden politischen Versprechen der „Ampel“-Koalition aus. 2021 hatte die Bundesregierung noch angekündigt, jährlich 400.000 neue Wohnungen schaffen zu wollen. Tatsächlich stagnierten die Fertigstellungen zunächst bei knapp 294.000 Einheiten pro Jahr, ehe der Absturz einsetzte.
Bundesbauministerin Verena Hubertz macht vor allem gestiegene Kosten verantwortlich. „Die Rohstoffpreise, die Energiepreise, die Zinskosten, das alles ging bereits nach dem Krieg in der Ukraine nach oben. Jetzt bremst der Irankrieg jeglichen Ansatz von Aufbruchstimmung“, unterstellte die SPD-Politikerin beim Tag der Immobilienwirtschaft in Berlin. Zwar habe es zuletzt „ein paar vorsichtige Signale“ gegeben. Dennoch gelte weiterhin: „Nach wie vor wird zu wenig gebaut. Wir alle werden erneut bis über die Schmerzgrenze hinaus herausgefordert.“
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Auch die weiteren Aussichten sind düster. Das ifo-Institut rechnet für 2026 nur noch mit 185.000 fertiggestellten Wohnungen. Das Verbändebündnis Wohnungsbau spricht bereits von einer „tiefen strukturellen Wohnbaukrise“. Steigende Energie- und Materialpreise könnten die Bautätigkeit zusätzlich weiter abwürgen.
Das alles gilt freilich nur für den Immobilienstandort Deutschland. In der kriegsgeschüttelten Ukraine nämlich soll der deutsche Wohnungsbau künftig kräftig florieren: im Rahmen einer „strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und der Ukraine“ will die Bundesregierung in den nächsten Jahren Mittel aus dem jüngsten EU-Unterstützungskredit von 90 Milliarden Euro für den Wohnungsbau in der Ukraine lockermachen. Das illustriert eindrucksvoll, wo die Prioritäten der deutschen Politik liegen. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin