Moskau/Brüssel. Daß sich die Europäer mit ihrer Abkehr von preisgünstigen Energielieferungen aus Rußland ein kräftiges Eigentor geschossen haben, wissen inzwischen sogar die Verantwortlichen. Jetzt gibt es dazu aktuelle Zahlen aus Rußland. Moskau beziffert die wirtschaftlichen Schäden der europäischen Energiepolitik auf gewaltige Summen. Nach Darstellung des russischen Außenministeriums hat die EU durch den Verzicht auf russische Kohlenwasserstoffe Verluste von bis zu einer Billion US-Dollar erlitten. Das erklärte Dmitri Biritschewski, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit im russischen Außenministerium, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
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Nach russischer Lesart hat sich Europa mit dem Ausstieg aus russischen Energieimporten selbst massiv geschadet. Die Preise seien stark gestiegen, zugleich müsse die EU Öl und Gas nun deutlich teurer aus anderen Regionen beziehen. Biritschewski sagte dazu: „Sie haben bereits sehr viel verloren. Ich habe Zahlen gesehen, die bis zu eine Billion US-Dollar betragen.“ Belastend wirkten zudem „der Terroranschlag auf die Nord-Stream-Pipelines sowie die Entscheidung der EU selbst, auf russische Kohlenwasserstoffe zu verzichten“.
Bereits im März hatte Präsident Wladimir Putin angedeutet, LNG-Lieferungen nach Europa womöglich noch vor Inkrafttreten neuer EU-Verbote einzustellen und sich stärker auf andere Absatzmärkte zu konzentrieren. (mü)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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