Potsdam. Es wäre ein längst überfälliger Anlaß für einen neuen Historikerstreit: die Führung der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag stellt sich ausdrücklich hinter ihren Abgeordneten Dominik Kaufner. Dieser hatte in seiner Eigenschaft als erinnerungspolitischer Sprecher der Fraktion den 8. Mai 1945, das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, als „Tag der Vernichtung“ bezeichnet und damit einem verbreiteten bundesdeutschen Geschichtsmythos widersprochen.
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Fraktionschef Hans-Christoph Berndt verteidigte die Aussagen inzwischen ausdrücklich. „Der 8. Mai ist eben damit verbunden, daß eine kommunistische Diktatur in einem Teil Deutschlands errichtet wurde und daß Lager weiter betrieben wurden, zum Teil die gleichen Lager, die die Nationalsozialisten betrieben hatten“, erklärte Berndt. „All das darf man nicht vergessen. (…) Deswegen sind Beiträge wie die von Dr. Kaufner notwendig.“
Kaufner selbst hatte zuvor auf Instagram erklärt: „Wer um die Menschheitsverbrechen an den eigenen Vorfahren weiß und dennoch um den 8. Mai in Feierstimmung verfällt, der hat seine Würde, seinen Anstand und seine Ehre verloren. Egal, wo er politisch steht.“ In seinem Beitrag verwies er auf Gewaltverbrechen gegen deutsche Zivilisten in den letzten Kriegsmonaten. Genannt wurden unter anderem Massaker der Roten Armee, alliierte Bombenangriffe, Vertreibungen sowie die Rheinwiesenlager.
Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Dennis Hohloch, verteidigte die Wortwahl. „Selbstverständlich war nach dem 8. Mai ’45 Deutschland in großen Teilen verwüstet. In Berlin fand faktisch kein ordentliches, kein geregeltes Leben mehr statt. Das war ein Tag der Vernichtung. Das war auch ein Tag der Vertreibung.“
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Der 8. Mai wird seit der Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker im Jahr 1985 offiziell als „Tag der Befreiung“ propagiert. Weizsäcker machte damit die zuvor schon in der DDR und in der Sowjetunion praktizierte Sicht auf das Kriegsende auch in Westdeutschland salonfähig. (rk)
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Für den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker war der 8.Mai der „Tag der Befreiung“, und zwar von der „Nazi-Diktatur“. Dafür sollten – so Weizäcker – die Deutschen den alliierten Invasoren dankbar sein! Die unzähligen Menschheitsverbrechen der Alliierten an den Deutschen, unter anderem die zigtausenden Opfer der Terrorbombardierungen deutscher Wohnviertel (bspw. Hamburg und Dresden) erwähnte Weizäcker in seiner Rede zum 8.Mai 1985 allerdings mit keiner Silbe.
Wie aber sahen sich die alliierten Invasoren denn sebst? Nun, die US-Armeeführung als Befreier jedenfalls überhaupt nicht! Von ihr stammt der Ausspruch: „Wir sind nicht nach Deutschland gekommen, um das deutsche Volk zu befreien, sondern um es zu bestrafen“.
Kurzum: Echte Befreiung sieht wahrlich anders aus!
Absolut richtig! Und die Alliierten – egal welcher Couleur – nahmen übrigens auch auf ihre damaligen Sympathisanten ebensowenig Rücksicht wie generell auf die Deutsche Bevölkerung. In sowjetischen Gulags verschwanden die ebensoschnell wie auf den Rheinwiesenlagern der West-Alliierten. Gegen diese grauenhaften Willkürmaßnahmen unternahmen weder die politische noch die militärische Führung der „edlen Befreier“ irgendetwas. Das einzige, was die Alliierten befreiten, waren ihre eigenen, niedrigen Instinkte, die sie durch Raub, Mord, Verhaftungswellen und Vergewaltigungen auslebten.