Wien. Ein Grillnachmittag im Wiener Ottakringer Wald endete für vier Studenten unangenehm. Die jungen Männer (ohne Migrationshintergrund) wollten auf der beliebten Steinbruchwiese im 16. Bezirk gemeinsam grillen – Bauchfleisch, Koteletts und Ripperln vom Schwein. Doch genau daran entzündete sich ein Konflikt.
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Wie einer der Studenten österreichischen Medien berichtete, sei der Grillplatz bereits stark besucht gewesen. Zahlreiche Familien und größere Gruppen hätten dort gegrillt. „Augenscheinlich waren da sehr viele Menschen oder Familien mit Migrationshintergrund, was uns aber überhaupt nicht gestört hat“, schilderte der Student. Anfangs habe es keine Probleme gegeben. Die Stimmung habe sich jedoch verändert, als die vier Wiener ihr Grillgut ausgepackt hätten.
Nach Darstellung des Studenten seien zwei Männer nähergekommen und hätten das Fleisch betrachtet. „Dann kam die Frage: das Schwein?“ Als die Gruppe dies bestätigt habe, sei es zu einer mehr als unfreundlichen Reaktion gekommen: „Du nix grillen Schwein, geh woanders.“ Danach seien die Männer zu ihrer Gruppe zurückgegangen. Die Studenten hätten sich anschließend von den anderen Anwesenden feindselig beobachtet gefühlt.
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Sie entschieden sich schließlich, den Platz zu verlassen. „Wir haben dann zusammengepackt, weil wir keine Diskussionen oder einen Streit wollten“, sagte einer der Betroffenen. Eine Anzeige wurde nicht erstattet.
Der Vorfall sorgt nun erneut für Diskussionen über zunehmende kulturelle Konflikte im öffentlichen Raum. Schweinefleisch ist aus der österreichischen Grillkultur nicht wegzudenken und in der Sommersaison besonders beliebt. Debatten über den Umgang mit Schweinefleisch gab es in Österreich bereits mehrfach, etwa an Schulen oder Kindergärten. Künftig werden solche Diskussionen wohl auch im öffentlichen Raum zunehmen – ein Kollateralschaden des Bevölkerungsaustauschs. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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