Das Verdienst des Friedrich Merz: Keine neuen US-Raketen nach Deutschland

22. Mai 2026
Das Verdienst des Friedrich Merz: Keine neuen US-Raketen nach Deutschland
International
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Foto: Symbolbild

Washington/Berlin. Man muß Bundeskanzler Friedrich Merz schon fast wieder dankbar sein: mit seiner undiplomatischen Art im Umgang mit dem großen US-Partner zerdeppert er so viel Porzellan wie vor ihm keine andere Bundesregierung. Aus Verärgerung über Merz will US-Präsident Donald Trump jetzt nicht nur rund 5000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen, sondern auch von der Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik Abstand nehmen. Vor allem mit der letzteren Maßnahme reduziert er das Risiko, daß Deutschland im militärischen Ernstfall Ziel russischer Präventiv- oder Vergeltungsschläge wird, erheblich.

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General Alexus Grynkewich, NATO-Oberbefehlshaber und Chef des US-Europa-Kommandos Eucom, bestätigte: der Aufbau eines sogenannten „Long Range Fires Battalion“ in Deutschland werde nicht beginnen. Eigentlich sollten ab 2026 Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk“ (Reichweite bis 2500 Kilometer), SM-6-Raketen sowie neuartige Hyperschallwaffen auf deutschem Boden stationiert werden (die amerikanischen Hyperschallwaffen sind aber – im Gegensatz zu den russischen – noch nicht frontreif und kaum ausreichend erprobt).

Auch den Abzug der 5000 Soldaten aus Deutschland bestätigte Grynkewich. Er werde im Rahmen der Rückverlegung einer Brigadekampfgruppe abgewickelt. Kurzfristig seien keine weiteren Truppenveränderungen zu erwarten, langfristig aber durchaus, weil Europa mehr Eigenverantwortung für seine konventionelle Verteidigung übernehmen müsse, sagte der General.

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Nach offizieller Medien-Lesart ist der Auslöser für den Sinneswandel im Weißen Haus der öffentliche Eklat zwischen Kanzer Merz und Donald Trump. Merz hatte – in diesem Fall durchaus zutreffend – gesagt: „Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben.“ Daraufhin attackierte Trump Merz persönlich, warf ihm mangelnde Ahnung vor – und brachte den Abzug amerikanischer Truppen ins Gespräch. Damit drohte Trump allerdings bereits in seiner ersten Amtszeit.

Die Biden-Administration hatte die Stationierung der neuen US-Raketen 2024 in Washington gemeinsam mit dem damaligen SPD-Kanzler Olaf Scholz angekündigt – und damit das Risiko für Deutschland massiv erhöht. Insofern kann man Merz seine rechthaberische Art im Umgang mit Washington durchaus als Pluspunkt anrechnen. (mü)

Bildquelle: US Army/Gemeinfrei

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