London. Die Tage von Premierminister Keir Starmer könnten gezählt sein. Seit dem desaströsen Abschneiden bei den Kommunal- und Regionalwahlen am 7. Mai ist der Labour-Chef in seiner Partei massiv unter Druck. Und im Volk gärt es. Erst am letzten Samstag machten bis zu eine Million Briten in den Straßen Londons ihrem Unmut über die völlig außer Kontrolle geratene Zuwanderung Luft, die Starmer ursprünglich eigentlich eindämmen wollte.
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Die Meldungen sind widersprüchlich: offiziell will der Premierminister nichts vom Rücktritt wissen. Doch es gibt auch andere Indizien. Die „Daily Mail“ beruft sich auf Regierungs- und Kabinettskreise, wonach Starmer seinem engsten Umfeld seine Rücktrittsabsicht mitgeteilt habe. Sogar über mögliche Zeitfenster für seinen Abgang werde intern diskutiert. Ein namentlich nicht genannter Minister wird mit den Worten zitiert, Starmer verstehe die politische Realität und halte die Lage in der Regierung inzwischen für unerträglich.
Verbündete drängen ihn demnach, vor der für den 18. Juni angesetzten Nachwahl in Makerfield keine Stellungnahme abzugeben. Andere Parteivertreter fürchten hingegen, jede weitere Verzögerung werde die Krise nur verschärfen. Starmer selbst soll sich von einzelnen Kabinettsmitgliedern verraten fühlen, besonders über öffentliche Rücktrittsforderungen empöre er sich.
Die Probleme des Premiers sind seit seinem Amtsantritt im Juli 2024 zu einem einzigen Desaster angewachsen: miserable Umfragewerte, interne Spannungen, der Skandal um die Epstein-belastete Botschafterernennung Peter Mandelsons. Viele Briten nennen ihn nur noch „Tyrann“. Nach der Wahlschlappe und den jüngsten Massenprotesten wird die Luft dünner.
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Als mögliche Nachfolger gelten Wes Streeting, der jüngst als Gesundheitsminister zurücktrat und damit die Unterstützung für Starmer aufkündigte, sowie Andy Burnham, der Bürgermeister von Manchester. Beide wollen den Brexit rückgängig machen, also Großbritannien zurück in die EU führen. Burnham wird dem linken Parteiflügel zugerechnet, Streeting einem angeblichen rechten Flügel, der von den Gewerkschaften getragen wird.
Doch selbst nach einem Wechsel dürfte Labour beim britischen Souverän kaum punkten. Die Zukunft des Landes hängt daher von der außerparlamentarischen Bewegung um Tommy Robinson, von der rechten Protestpartei „Restore Britain“ und von einer neu ausgerichteten „Reform UK“ unter Nigel Farage ab. (mü)
Bild von Oskar Młodziński auf Pixabay/gemeinfrei
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