Roboter als rechter Onkel: Uni Siegen simuliert Demokratie mit KI

14. Mai 2026
Roboter als rechter Onkel: Uni Siegen simuliert Demokratie mit KI
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Siegen. Künstliche Intelligenz (KI) ist nicht wirklich intelligent. Ihre Funktionsweise basiert vielmehr auf Wahrscheinlichkeitsmodellen. Und: sie wird von ihren Programmierern in Millionen einzelnen Arbeitsschritten sorgfältig darauf trainiert, nichts Falsches zu sagen – was in der Praxis oftmals bedeutet: nichts politisch Unerwünschtes. Die Antworten der KI sollen sich im Mainstream-Bereich bewegen.

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Einen Schritt weiter geht man an der Universität Siegen. Dort trainiert jetzt ein KI-Roboter namens „Navel“ Schüler im Umgang mit rechten Ideen. Die Jugendlichen üben Gespräche mit einem simulierten „rechten Onkel“ auf Familienfeiern. Der Roboter äußert dabei „rassistische“ Positionen, auf die die Schüler argumentativ reagieren sollen.

„Ihre ganze Art paßt einfach nicht zu uns. Sie nehmen uns die Jobs weg. Was ist daran fair? Ausländer raus. Das ist, was uns beschäftigen sollte“, sagt „Navel“ zum Beispiel zu einer Probandin. Diese kontert mit Sätzen wie: „Aber viele Ausländer übernehmen doch wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft“ oder „Statistiken zeigen, daß Ausländer überhaupt nicht krimineller sind als Menschen, die hier wohnen.“

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Entwickelt wurde das Projekt gemeinsam mit dem „Aktiven Museum Südwestfalen“ und dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Neunkirchen. Entstanden ist die Idee aus Gesprächen mit Schülern, die von „rassistischen“ Aussagen im Familienkreis berichteten. Trainiert wurde der Roboter mit Hilfe von ChatGPT. Da KI „eigentlich sehr höflich“ sei, habe man ältere Modelle verwenden müssen, um überzeugend rassistische Äußerungen zu generieren (was das hartnäckige Training, dem die KI unterworfen ist, bestätigt).

Die Plattform stammt ursprünglich von der Firma Navel Robotics und wird als sozialer Roboter für Pflege und Bildung eingesetzt. Nach dem Training erhalten die Schüler ein Feedback. Navel bescheinigt ihnen dann etwa: „Deine Fähigkeit, Statistiken und Fakten ins Gespräch einzubringen, ist sehr hilfreich.“ Ob das Projekt auch für die Meinungsvielfalt in Deutschland hilfreich ist, steht auf einem anderen Blatt. (rk)

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay/Gemeinfrei

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