Niemand hat Interesse am Frieden: Wird der Ukraine-Konflikt zum „ewigen Krieg“?

7. Mai 2026
Niemand hat Interesse am Frieden: Wird der Ukraine-Konflikt zum „ewigen Krieg“?
International
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Foto: Symbolbild

Kiew/Brüssel/Washington. Viele Beobachter des Ukrainekrieges, der im Februar in sein fünftes Jahr ging, sehen sich mittlerweile an den Zukunftsklassiker „Der ewige Krieg“ des US-Science-Fiction-Autors Joe Haldeman von 1974 erinnert. Der Roman schildert die Schicksale des Soldaten William Mandella, der auf einem fremden Planeten in den Kampf gegen die „Taurier“ geschickt wird. Am Ende entpuppt sich der Krieg als Inszenierung des militärisch-industriellen Komplexes: eine False-Flag-Attacke sollte die Weltwirtschaft retten und die Menschheit einen – Ähnlichkeiten mit gegenwärtigen Entwicklungen sind rein zufällig.

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Auch den Ukrainekrieg kann derzeit offenbar keine der beiden Seiten militärisch für sich entscheiden. Drohnen und moderne Gefechtsfeldüberwachung machen großflächige Angriffe nahezu unmöglich. Anstatt einen Waffenstillstand zu vereinbaren, verharrt man in festgefahrenen Positionen. Die USA überlassen die Unterstützung Kiews inzwischen mehr und mehr den  Europäern, China sieht gelassen zu. Eine diplomatische Lösung ist nicht in Sicht.

Beide Kriegsparteien sind bereits Verlierer, ebenfalls die gesamte „weiße Welt“. Sie verlieren Hunderttausende Soldaten und erleiden massive Infrastrukturschäden. Für Kiew wäre ein Ende des Kriegsrechts eine Katastrophe: es drohen Neuwahlen sowie die Aufarbeitung von Korruption und Menschenrechtsverletzungen. Aber auch Moskau muß innenpolitische Schwierigkeiten befürchten, falls die selbstgesteckten Ziele – Befreiung der pro-russischen Separatistengebiete, Entwaffnung und „Entnazifizierung“ der Ukraine – unerreicht bleiben.

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Der dritte Verlierer heißt Europa. Die sanktionsbedingte Blockade russischer Rohstoffe schädigt die europäische Wirtschaft nachhaltig und macht die Europäer unfähig, auf den Weltmärkten zu konkurrieren. Der jüngste 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine ist in Wahrheit eine Schenkung auf Kosten des Steuerzahlers. Bundeskanzler Friedrich Merz versprach zusätzlich 11,5 Milliarden aus deutschen Steuermitteln und kündigte gleichzeitig Einschnitte bei Krankenversicherung, Ehegattensplitting und Pflegeleistungen an – alles zugunsten der Ukraine.

Die Gewinner stehen weit abseits des Schlachtfelds: die USA liefern Waffen, bezahlt vom europäischen Steuerzahler, während die eigene Rüstungs- und LNG-Industrie boomt. China bezieht russisches Öl und Gas zu Spottpreisen und sammelt wertvolle Erkenntnisse über westliche Waffentechnik.

Außerdem gibt es Gewinner, die in der öffentlichen Diskussion kaum erwähnt werden: amerikanische Vermögensverwalter wie BlackRock, Vanguard und State Street. Sie verwalten zusammen 30 Billionen Dollar. State Street, Vanguard und BlackRock halten 14 beziehungsweise 8 und 5 Prozent der Anteile am Rüstungsgiganten Lockheed Martin. BlackRock stieg im Aktienkurs seit 2022 um 40 Prozent, mit Dividenden sogar um 50 Prozent. State Street legte um 45 bis 50 Prozent zu. In den Chefetagen hat man kein Interesse an einem Kriegsende in der Ukraine – die Bedrohungslage sichert den amerikanischen Rüstungsfirmen die Aufträge, außerdem ist man massiv in der Ukraine selbst investiert, wo riesige Ackerflächen an BlackRock und Co. verpachtet sind.

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Der „ewige Krieg“ wird deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit weitergehen, denn keiner der großen Profiteure möchte ihn beenden. Europa zahlt, Deutschland zahlt – ob die Bevölkerung will oder nicht. Politisch ist die Entwicklung obendrein brandgefährlich. Denn eine direkte Konfrontation zwischen Rußland und der NATO ist angesichts der permanenten Eskalation vonseiten des Westens alles andere als ausgeschlossen. (mü)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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