Höcke im „unscripted“-Podcast: Eine Million Aufrufe in 24 Stunden

7. Mai 2026
Höcke im „unscripted“-Podcast: Eine Million Aufrufe in 24 Stunden
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Köln. Der Kölner Podcaster Benjamin Berndt nennt sein Format „unscripted“ gern die „Schweiz der Podcasts“: jeder darf reden bei ihm reden, es gibt keine willkürlichen Schnitte, keine aufdringliche Moderation. Zu Gast waren bereits ein Ex-Hells-Angel, ein früherer Salafist und Ken Jebsen. Dieser Tage nun lud Berndt den Thüringer AfD-Fraktionschef und -Landesvorsitzenden Björn Höcke ein. Viereinhalb Stunden sprachen die beiden miteinander – ungefiltert, unzensiert. Das Publikum wußte es zu schätzen, die Folge erreichte binnen eines Tages über eine Million Aufrufe auf YouTube. Für Höcke, den Vielgeschmähten, ist das ein medialer Coup.

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Berndt betonte, er wolle von jedem Gast lernen, auch von Höcke: „Wie der wirklich ist“, habe ihn interessiert. „Der führt ein absurd eingeschränktes Leben, hat ständig Angst vor Gewaltverbrechen, Teile seiner Partei würden ihn liebend gerne rauswerfen. Ist der wirklich so böse, böse, böse?“

Im Interview selbst trat Höcke ruhig und bedacht auf, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Er warnte vor einem „Mordkomplott gegen das deutsche Volk“ durch die Migrationspolitik der „Kartellparteien“ und sprach von einer „kulturellen Kernschmelze“ sowie einem „historischen Zivilisationsbruch“. Auf Berndts Frage, was ein gut integrierter türkischstämmiger Dönerladen-Besitzer von ihm halten solle, antwortete Höcke: „Unsere Gesellschaft ist schon sehr fragmentiert, mit allen schlechten Auswirkungen, die wir sehen. Ich muß aber mit dem Zustand klarkommen als Politiker.“

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Politiker der etablierten Parteien reagierten empört. SPD-Innenpolitiker Helge Lindh nennt Berndts Herangehensweise eine „Zumutung intellektueller Ignoranz“ und einen „Gipfelpunkt der Entpolitisierung glasklaren Rechtsextremismus´“. Es sei „analytisch maximal schwachbrüstig und in der Tat verantwortungslos“. „Bemerkenswert ist auch das hemmungslose Ausleben der Faszination für das Böse“, so Lindh. Sein Fraktionskollege Lars Castellucci fragt: „Was genau kann man von einem Rechtsextremisten wie Björn Höcke lernen?“ CDU-Mann Daniel Kölbl machte aus Berndts Podcast flugs eine „Propaganda-Sendung“.

Berndt weist die Vorwürfe zurück. Seine Regel laute: keine Vorverurteilung, keine Unterbrechung. Sein Publikum sei dankbar dafür, daß es sich selbst seine Meinung bilden könne. Was Rechtsextremismus sei? „Für mich ist das eine extreme Form des rechten Spektrums, die zu Gewalt aufruft, um ihre Ziele durchzusetzen. Das hat Höcke nicht gemacht oder impliziert“, unterstreicht Berndt.

Er selbst wählte zuletzt das BSW und sieht sich ohne politische Agenda. Die Kritik aus dem etablierten Lager hält er für eine „massive Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit“. (rk)

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