Berlin. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will die Bundeswehr bis 2039 zur „stärksten konventionellen Armee in Europa“ ausbauen. Doch die Realität durchkreuzt seine Planungen: einer Recherche der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) zufolge schnellen die Anträge auf Kriegsdienstverweigerung „weiter rasant“ nach oben. Allein im ersten Quartal 2026 stellten 2.656 Menschen einen entsprechenden Antrag – mehr als im gesamten Jahr 2024 mit 2.249 Fällen. Hält diese Dynamik an, könnte die Zahl bis Jahresende auf über 10.000 klettern, den höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011. 2025 verzeichnete das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) bereits 3.879 Verweigerungen, 2023 waren es magere 1.079.
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Haupttreiber des Anstiegs ist das neue Wehrdienstgesetz, das am 1. Januar in Kraft trat. Kernstück ist eine verpflichtende Musterung für junge Männer ab Jahrgang 2008. Zunächst sollen Freiwillige die Truppe füllen. Genügt das nicht, soll der Bundestag über eine „Bedarfswehrpflicht“ entscheiden.
Seit 2011 ruht die Wehrpflicht; sie gilt nur noch im Verteidigungsfall – den die Politik per Daueralarm wegen der „angespannten Sicherheitslage“ und eine angebliche militärische Bedrohung durch Rußland zunehmend ins öffentliche Bewußtsein rückt.
Dem Mitte März vom BMVg vermeldeten Bewerberplus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum stehen mit den rasant steigenden Verweigererzahlen damit Fakten gegenüber, die eine ganz andere Sprache sprechen: die Deutschen sind nicht mehr willens, wehrhaft zu sein. So wird das nichts mit der „stärksten konventionellen Armee in Europa“. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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