London/Zug. Mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland geht es rasant bergab. Das bestätigt jetzt auch eine Untersuchung des Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG. Demnach verlieren internationale Anleger und Konzerne immer mehr das Vertrauen in die Bundesrepublik. Der sogenannte Standortindex fiel auf das niedrigste Niveau seit Beginn der Messung 2017 – ein historisches Tief im europäischen Vergleich. Dazu wurden 400 Finanzvorstände ausländischer Firmen in Deutschland befragt.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Die Kritik konzentriert sich auf mehrere Punkte. Rund 43 Prozent der Unternehmen sehen die Bundesrepublik bei den Energiekosten als EU-weites Schlußlicht – dieser Faktor wurde erstmals separat erfaßt. Etwa 70 Prozent der Firmen stufen die Bereiche Energie, Bürokratie und digitale Infrastruktur als die schwächsten Standortfaktoren ein. In allen drei Kategorien zählt Deutschland der Umfrage zufolge zu den fünf schlechtesten Ländern in der EU.
Auch bei der öffentlichen Verwaltung, der Steuerlast und der Verfügbarkeit von Fachkräften schneidet die Bundesrepublik unterdurchschnittlich ab. Insgesamt werden 14 von 24 untersuchten Standortfaktoren schlechter bewertet als 2023. In elf Bereichen liegt Deutschland inzwischen unter dem EU-Durchschnitt.
Parallel dazu hat sich die wirtschaftliche Lage vieler Firmen verschlechtert. 52 Prozent der befragten Finanzchefs beurteilen die Situation ihrer deutschen Töchter als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Das ist nahezu eine Verdreifachung gegenüber 2023, als nur rund jedes fünfte Unternehmen eine negative Einschätzung abgab. (se)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin