Dänemark. Das nördliche Nachbarland Dänemark tut sich im laufenden Ukrainekonflikt durch eine besonders rigide Anti-Rußland-Politik hervor. Doch jetzt geht es ans Eingemachte – Kontakte zu Russen werden auch für das Privatleben von Dänen zum Risiko.
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Betroffen sind derzeit drei dänische Militärangehörige. Einer davon ist Frederik Hansen, der seit 1982 Dienst in der dänischen Armee tut. Er war fünfmal in Krisengebieten, Berater der NATO und in Afghanistan. Aber nach einem goldenen Eichenblatt für den „treuen Dienst in der Armee“ endete seine Karriere jetzt unvermittelt. Am 3. Oktober 2023 entzog ihm der Militärnachrichtendienst FE bereits die Sicherheitsfreigabe – ohne die in der Armee kein Dienstposten bekleidet werden kann. Beschwerden beim FE und Verteidigungsministerium scheiterten. Im Februar schließlich folgte die Entlassung.
Der Grund ist Hansens Ehefrau, eine in Dänemark praktizierende Ärztin russischer Herkunft und inzwischen dänische Staatsbürgerin. Mutter und Schwester leben in Rußland. Diese Verbindungen stuft der FE als Sicherheitsrisiko ein. In Unterlagen heißt es, Hansen sei ein „besonders naheliegendes und verletzliches Ziel für Erpressung“. Zugleich betont der FE, konkrete Verdachtsmomente lägen nicht vor.
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Hansen empfindet das als reine Ungerechtigkeit. Er nennt das Verfahren „kafkaesk“, „absurd“ und spricht von Diskriminierung; er sei „weiß wie Schnee“. Bereits 2011 informierte er den FE über die Hochzeit. 2014, 2018 und 2022 bestand er problemlos die Sicherheitsüberprüfung. Erst nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine änderte sich das.
Hansen ist nicht der einzige Betroffene. Noch zwei weitere Armeeangehörige verloren aus dem gleichen Grund ihre Freigaben. Ihr Anwalt Mads Pramming sieht einen Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, speziell das Recht auf Familienleben. Es gebe keine verdächtigen Nachrichten, keine auffälligen Reisen, „da ist nichts zu holen“, so Pramming. Dennoch folgten berufliche Konsequenzen aus rein theoretischen Gefahren. Er fordert pro Klient ein Jahresgehalt Entschädigung – rund 111 000 Euro. (mü)
Bild von torben7400 auf Pixabay
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