Polen will ein Denkmal für 1683: „Sobieski ist ein Held Europas“

28. April 2026
Polen will ein Denkmal für 1683: „Sobieski ist ein Held Europas“
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Wien. In der österreichischen Hauptstadt tobt seit vielen Jahren ein erbitterter Streit über die Errichtung eines Denkmals für den polnischen König Johann Sobieski III. – dieser hatte 1683, bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung, maßgeblichen Anteil an der Befreiung der Stadt aus der Umklammerung durch die Osmanen. Sobieski war mit seinen berühmten gepanzerten Flügelreitern an der Spitze eines Reichsheeres vom Kahlenberg herunter mitten in die türkischen Belagerer gesprengt und rettete Wien vermutlich nur knapp vor dem Fall. Polen möchte deshalb, daß dem heldenmütigen König ein Denkmal am Kahlenberg errichtet wird. Auch vonseiten der FPÖ gibt es immer wieder Sympathien für das Projekt.

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Jetzt hat sich der polnische Botschafter in Österreich, Zenon Kosiniak-Kamysz, wieder einmal zu Wort gemeldet. Er weist die Kritik an dem geplanten Denkmal entschieden zurück. „Islamfeindlich“ und „antitürkisch“ seien die Vorwürfe der Stadtregierung, die er nicht nachvollziehen könne.

Seit 2018 wird im Wiener Rathaus über eine Statue zu Ehren des „Türkenbefreiers“ diskutiert. Ende 2024 scheiterte ein Antrag im Stadtrat. Die damalige Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) begründete: man wolle „keine Bühne errichten, die für ausländerfeindliche Hetze und das Schüren von islamfeindlichen und antitürkischen Ressentiments instrumentalisiert werden kann“. Ein erneuter Antrag der ÖVP im Februar 2026 fand keine Mehrheit – SPÖ, Grüne und Neos lehnten ab.

Botschafter Kosiniak-Kamysz sagte im Interview mit dem unabhängigen Portal „exxpress“ über den Polenkönig: „Er kam nicht als Angreifer. Er kam, um die Stadt zu retten, um Europa von einem fremden Angriff zu verteidigen.“ Diese historische Leistung müsse gewürdigt werden. „Ein Teil der Geschichte ist die Schlacht bei Wien und derjenige, der zum Erfolg dieser Schlacht beigetragen hat, war König Sobieski.“ Wien habe 3.700 Denkmäler – Paris 2.000. „Wenn wir sagen, daß sich Vertreter mancher Gruppen beleidigt fühlen würden, weil dort ein Denkmal entsteht, dann verstehe ich das überhaupt nicht.“

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Der Diplomat glaubt auch nicht, „daß die türkische Diaspora etwas dagegen hätte“. Polen habe „ausgezeichnete Beziehungen mit der Türkei“. Die Debatte sollte „überparteilich“ geführt werden: „Es handelt sich um Wien, es handelt sich um Österreich, nicht um einzelne Parteien.“

Das Denkmal existiert im übrigen bereits – es steht fertig in Polen. „Wien hat das abgelehnt“, so Kosiniak-Kamysz. Er sei aber optimistisch für eine „alternative Lösung“. Klar sei: „Einen Sockel am Kahlenberg so zu lassen und zu sagen, das sollte ein Denkmal werden, wird von uns nicht akzeptiert.“ (mü)

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