Selbst bei sofortigem Frieden: EU rechnet mit langer Energieteuerung

25. April 2026
Selbst bei sofortigem Frieden: EU rechnet mit langer Energieteuerung
Wirtschaft
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Foto: Symbolbild

Brüssel. Das sind keine rosigen Perspektiven: selbst ein baldiges Ende des Irankrieges brächte nach Überzeugung der EU-Kommission keine rasche Entspannung auf den Energiemärkten. „Diese Krise ist schlimmer als die Ölkrise 1973 und die Energiekrise 2022 zusammen“, sagte Energiekommissar Dan Jørgensen jetzt in Brüssel. „Selbst wenn der Krieg morgen vorbei ist, braucht Qatar zwei Jahre, um seine Gasinfrastruktur wieder aufzubauen.“ Die Preise blieben daher auf unabsehbare Zeit hinaus hoch.

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Beim Öl zeichne sich ein etwas günstigeres Bild ab, so Jørgensen. Hier könnten die Lieferungen binnen zwei bis vier Wochen wieder anlaufen. Mit jeder weiteren Kriegswoche wüchsen aber die wirtschaftlichen Schäden. Allein die zusätzlichen Energiekosten belasteten die EU täglich mit einer halben Milliarde Euro.

Größte Sorge bereitet der Kommission derzeit das Flugbenzin Kerosin. Die Internationale Energieagentur warnte bereits vor einer möglichen Unterversorgung innerhalb von sechs Wochen. Nun will die Kommission zunächst einen Überblick über die vorhandenen Lagerbestände gewinnen und prüfen, wie sich die Versorgung verbessern läßt. Auch die Einführung von Notfallreserven für Kerosin nach dem Erdöl-Vorbild wird untersucht.

Bisher stammen 40 Prozent des in der EU genutzten Flugbenzins aus Drittstaaten, die Hälfte davon passiert die Straße von Hormus. Dabei könnte die Union 70 Prozent ihres Bedarfs selbst decken – wenn die bestehenden Raffinerien besser ausgelastet würden. Allerdings sind diese Raffinerien auf nur wenige Mitgliedstaaten verteilt. (mü)

Bild: Pixabay/Gemeinfrei

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