Offene Drohung: Moskau veröffentlicht Adressen europäischer Drohnenhersteller

20. April 2026
Offene Drohung: Moskau veröffentlicht Adressen europäischer Drohnenhersteller
International
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Foto: Symbolbild

Moskau/München. Ihre in den letzten Jahren immer mehr intensivierte und äußerst fruchtbare Zusammenarbeit mit der Ukraine könnte europäischen Firmen aufgrund russischer Drohungen zum Verhängnis werden. Das russische Verteidigungsministerium hat jetzt eine Liste mit Niederlassungen ukrainischer und ausländischer Firmen in Europa veröffentlicht. Diese Unternehmen stehen im Verdacht, Drohnenkomponenten „für Angriffe auf russisches Territorium“ herzustellen. Solche Aktivitäten „ziehen die europäischen Länder zunehmend in einen Krieg hinein“, warnt und droht zugleich das Moskauer Ministerium.

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Die Führung mehrerer EU-Staaten habe Ende März beschlossen, die Drohnenproduktion für die Ukraine auszuweiten. Moskau betrachtet dies „als einen bewußten Schritt, der zu einer scharfen Eskalation der militärischen und politischen Lage auf dem gesamten europäischen Kontinent führt“. Angriffe mit in Europa gefertigten Drohnen könnten „zu unvorhersehbaren Folgen führen“.

Die Liste enthält 11 angebliche „ukrainische“ Firmenstandorte in Westeuropa: unter anderem in München, Riga, Vilnius, Prag, London, Leicester und im dänischen Stevring. Dazu kommen zehn ausländische Unternehmen aus Deutschland, Spanien, Italien, der Tschechischen Republik, Israel und der Türkei. Alle sind mit ihrer Hausanschrift aufgeführt.

Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew drohte: die Veröffentlichung „sollte als Liste potentieller Ziele für die russischen Streitkräfte angesehen werden“. Die Erklärung sei „sehr wörtlich zu verstehen“. Wann ein Angriff Wirklichkeit werde, „hängt von der Entwicklung der Lage ab“.

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Seit Kriegsbeginn leisten europäische Staaten der Ukraine umfangreiche und immer noch wachsende Militärhilfe. Erst diese Woche unterzeichnete Präsident Selenskyj Abkommen mit Deutschland und Norwegen zur gemeinsamen Drohnenproduktion. Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekundete Interesse. „Die Ukraine zu unterstützen, ist nicht nur eine moralische Pflicht, sondern auch eine strategische Notwendigkeit. Die Sicherheit Europas steht auf dem Spiel“, sagte sie nach einem Treffen mit Selenskyj in Rom treffend. (mü)

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