Großbritannien vor dem Notstand: Jetzt droht die „Fleisch-Lücke“

20. April 2026
Großbritannien vor dem Notstand: Jetzt droht die „Fleisch-Lücke“
International
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Foto: Symbolbild

London. Auch in Großbritannien könnte es bald ans Eingemachte gehen. Die britische Regierung hat ihre Notfallpläne aktiviert. Grund dafür sind die explodierenden Gaspreise, die eine Versorgungskrise bei Lebensmitteln auslösen könnten. Besonders groß ist die Sorge über einen Mangel an industriellem Kohlendioxid (CO₂). Das Gas entsteht bei der Herstellung von Ammoniak und Düngemitteln. Die Lebensmittelindustrie nutzt es als Schutzgas für Verpackungen, zur Getränkeherstellung und um Fleisch länger haltbar zu machen. Auch Krankenhäuser sind auf CO₂ angewiesen – etwa zur Kühlung von Blutkonserven, Organen und Impfstoffen.

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Ein Fünftel des britischen CO₂-Bedarfs wird importiert, vor allem aus Skandinavien. Die heimische Produktion reicht nicht aus, die Lager sind begrenzt. Die Regierung von Premierminister Starmer führt daher Notfallübungen durch. Fabriken sollen im Ernstfall zu 100 Prozent auf CO₂-Produktion umstellen und andere Fertigungen einstellen. Dafür könnte eine Notstandsgesetzgebung nötig werden. Schon hat Wirtschaftsminister Peter Kyle die Wiederinbetriebnahme des Bioethanol-Werks Ensus im Nordosten Englands angeordnet.

In einem „vernünftigen“ Worst-Case-Szenario rechnen die Behörden bis Juni mit Einschränkungen, falls die Straße von Hormuz nicht wieder geöffnet wird. Die Supermarktregale würden zwar nicht leer werden, wohl aber die Produktvielfalt schrumpfen – vor allem bei Fleisch, Geflügel und kohlensäurehaltigen Getränken. Der Supermarktriese Tesco bestätigte eine enge Zusammenarbeit mit der Regierung. Man spiele verschiedene Szenarien zu Wetter, Nachfrage und Lieferketten durch.

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Aus dem Gesundheitsministerium heißt es einstweilen noch beschwichtigend: „Die Menschen sollten ihr Leben ganz normal weiterführen – ihr Fleisch und ihre Salate genießen.“ Die Vorbereitungen seien reine Planungsinstrumente, keine Vorhersagen oder Vorbereitungen auf einen Energie-Lockdown. Man werde frühzeitig informieren, falls sich die Lage ändere. Solche Töne kommen auch den Deutschen bekannt vor. (mü)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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