Canberra. Trotz einer restriktiven Zuwanderungspolitik schreitet auch in Australien der Bevölkerungsaustausch voran. Jetzt sorgte ein anonymer Facebook-Beitrag in der Gruppe „Property Forum Australia“ für Aufregung. Ein Nutzer berichtete dort, er erwarte in Kürze seine Daueraufenthaltsgenehmigung (Subclass 191 PR). Danach wolle er ein Eigenheim über ein staatliches Förderprogramm erwerben und drei bis sechs Monate später eine zweite Immobilie als Geldanlage hinterherkaufen. Das Haushaltseinkommen bezifferte er auf 180.000 australische Dollar, die Ersparnisse auf 200.000 Dollar. Ein Screenshot des Beitrags kursierte auf X mit dem ironischen Kommentar: „Neue Zuwanderer treiben die Immobilienpreise nicht in die Höhe … ach, warte.“
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In den Fokus der Diskussion rückte in der Folge das sogenannte 5-Prozent-Einzahlungsprogramm. Der Staat bürgt dabei für bis zu 15 Prozent des Immobilienwerts. Käufer kommen bereits mit einer Anzahlung von nur fünf Prozent ins Geschäft – die sonst fällige Hypothekenversicherung entfällt.
Die Behörde Housing Australia bestätigte Journalisten gegenüber: seit der Öffnung des Programms für Inhaber dauerhafter Aufenthaltstitel im Juli 2023 haben mehr als 48.000 „Permanent Residents“, also Ausländer mit Dauer-Aufenthaltsstatus davon Gebrauch gemacht. Insgesamt wurden seit Programmstart 2020 über 300.000 Menschen auf diese Weise gefördert.
Doch das ist nicht die einzige Hilfestellung für Nicht-Staatsbürger. Seit dem Jahr 2000 existiert der First Home Owner Grant (FHOG), ein einmaliger Zuschuß von 10.000 Dollar. Ursprünglich gedacht als Ausgleich für die Güter- und Dienstleistungssteuer, steht er sowohl einheimischen Bürgern als auch Daueraufenthaltsberechtigten offen. Gesamtzahlen für das Programm liegen nicht vor. Aus New South Wales ist jedoch bekannt, daß dort allein im vergangenen Jahr 972 Zuschüsse an Nicht-Staatsbürger gingen. (mü)
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